Ein unzerstörbares Projekt gegen sexueller Gewalt

Ein weißes Plakat, einen schwarzen Stift, mutige Frauen und Männer. So erstellt die Fotografin Grace Brown ungewöhnliche Bilder von Menschen, die sexuellen Missbrauch erlebt haben. Auf dem Plakat schreiben die Opfer, was die Täter zu ihnen sagten.

Project Unbreakable so hat die 21 Jährige Brown es genannt. Das Ziel dieses Projektes ist das Fokus auf die Wichtigkeit eines Themas wie sexuelle Gewalt zu setzen. Kunst kann in solchen Fällen auch helfen, zu reagieren und zu heilen.

Alles hat für Grace Brown angefangen als an einem Samstagsabend eine Freundin ihr ihre Leidensgeschichte erzählte. Diese persönliche Geschichte berührte sie tief. Auf einmal verstand sie, wie häufig es zu so einer Tragödie kommt und dieses Gedanken hat ihres Leben radikal geändert. Am nächsten Morgen wachte sie mit der Idee zu dem Project Unbreakable auf.

Brown fotografierte zunächst Menschen, die sie kannte, dann entschied sie sich ein Tumblr Blog zu gründen. Sie wusste noch nicht, wie stark dieses Projekt werden würde.

Project Unbreakable wurde 2012 vom Time Magazine unter die 30 wichtigsten Tumblr Blogs weltweit gewählt und in den Social Networks werden die Bilder tausendfach geteilt.

Zur Zeit Grace Brown reist durch Nord Amerika und besucht Colleges und Universitäten um zu unterstreichen, dass es wichtig ist über das Thema Missbrauch zu reden und stellt sie somit ihres Projekt vor.

Ein Lichtblick in der Wunde der Kinderheirat

Am 27. September hat der UN-Menschenrechtsrat einen Ratschluss gegen die Kinderherat in Genf angenommen, in dem sie als Verletzung der Menschenrecht betrachtet werden. Diese Entscheidung wurde mit einer Stimmeneinheit von mehr als 100 Ländern getroffen. Ein Podiumsdiskussion bei der Vereinten Nationen und ein Bericht über die positiven Ergebnisse der Abschaffung dieser Praxis wurden in der Agenda aufgenommen.

Plan begrüßt diese Entscheidung sehr. Die Organisation kämpft seit langer Zeit gegen die Kinderheirat, die eine Verletzung der Mädchenrechte sind, weil die Mädchen von ihrer Kindheit aberkannt werden. Eine Kinderheirat bedeutet oft Gewalt, Misbrauch, gezwungenen Geschlechtverkehr mit Risiko von sexuell übertragbaren Krankheiten, vorzeitigen Schwangerschaften und Tod im Jugendalter.

Der Ratschluss folgt das Event ‘Zu jung zu heiraten‘, das am 25. September in New York stattgefunden hat, für die Eröffnung der 68. Generalversammlung der Vereinten Nationen. Während dieses Events haben die Regierungen von Kanada, Ghana und Holland Massnahmen gegen die Wunde der Kinderheirat gefördert.

Plan wurde von der 17 jährigen Beauftragte Farwa aus Pakistan vertretet, sie hat über ihre persönliche Ehrfahrung als Mädchen-Frau in ihrer Gemeinde gesprochen und hat ihre Meinung gesagt, über wie man dieses Problem lösen kann.

Plan hat vor kurzem den Bericht ‘Das Recht der Mädchen nicht zu heiraten‘ – erklärt Tiziana Fattori, National Director von Plan Italien – in dem angezeigt wird, dass die Kinderheirat ein globales Problem sind und, wenn man keine Massnahmen dagegen trifft, werden mehr als 140 Millionen Mädchen bis 2020 heiraten. Jedes Jahr 13,7 Millionen Mädchen, die zwischen 15 und 19 Jahre alt geheiratet haben, gebären mit verwüstenden Nachfolgen für sich und ihre Kinder in den Entwicklungsländern.

Plan sorgt für eine Bildung der Mädchen, weil die Schulbildung der Schlüssel ist, um Ehen und Schwangerschaften zu verzögern. Plan bewirbt in diesen Tagen die Kampagne Because I am a Girl mit besonderem Schwerpunkt auf dem 11. Oktober, der Internationale Tag des Mädchen. Durch dieser Kampagne ist es möglich Pate eines Mädchens zu werden und ihr eine Bildung von zumindest 9 Jahre zu gewährleisten”.

Erste Schritte in die richtige Richtung

In seinem Schreiben an den Spendern berichtete Herr Dr. Rainer Brockhaus, Direktor der Christoffel Blindenmission (CBM), über das Gipfeltreffen der UNO vom 25. September und erklärt sehr genau die Meinung seiner Organisation darüber.

Die Vereinten Nationen haben in New York über die globalen Entwicklungsziele beraten, die nach 2015 gelten und die weltweite Armut bekämpfen sollen. Sie haben in diesem Zusammenhang inklusive Entwicklungsziele empfohlen.

Das ist ein großer Fortschritt, denn bisher wurden benachteiligte Gruppen wie Menschen mit Behinderungen schlicht vergessen. Dabei handelt es sich um ein Siebtel der Weltbevölkerung – etwa eine Milliarde Menschen! 80 Prozent der Menschen mit Behinderungen leben in Entwicklungsländern. Die Folgen ihrer bisherigen Nichtbeachtung sind fatal: die meisten von ihnen leben in großer Armut. Denn Armut und Behinderung bilden dort einen verhängnisvollen Kreislauf.

Die Christoffel Blindenmission hat sich darum in den vergangenen Monaten mit ihrer bundesweiten Kampagne „Stopp den Kreislauf von Armut und Behinderung“ dafür eingesetzt, dass behinderte Menschen künftig in die globalen Entwicklungsziele einbezogen werden. Die Bundesregierung hat die Forderung der CBM aufgegriffen und sich für inklusive Entwicklungspolitik bei dem Treffen der Vereinten Nationen eingesetzt.

In den nächsten zwei Jahren sollen die Ziele im Detail ausgearbeitet werden. Dr. Brockhaus und CBM begrüßen die grundsätzliche Richtung sehr. Allerdings ist uns das Abschlussdokument insgesamt zu schwammig. Es sagt z.B. nicht, wie man inklusive Entwicklungsziele messen will. Das ist aber wichtig, um überhaupt überprüfen zu können, ob sie wirklich umgesetzt werden.

Es gibt also noch viel zu tun. CBM wird den weiteren Prozess begleiten und sich auf nationaler und internationaler Ebene wie bisher für inklusive Entwicklungsziele stark machen und als Partner zur Verfügung stehen. In ihren Projekten hilft CBM Menschen mit Behinderungen auf verschiedenen Ebenen, z.B. individuell mit medizinischer Versorgung oder in ihrem gesellschaftlichen Umfeld, indem sie Aufklärungsarbeit leisten und für Barrierefreiheit sorgen.

Die neu zu definierenden Entwicklungsziele haben das Potential, die entwicklungspolitische Praxis auf der Welt zu verändern – wenn sie Menschen mit Behinderungen wirklich überall mit einbeziehen. CBM und Ihre Spender kämpfen dafür, dass dieses Potential ausgeschöpft wird – damit der Kreislauf von Armut und Behinderung endlich gestoppt wird und Menschen mit Behinderungen eine reelle Chance auf eine bessere Zukunft haben!

Quelle http://www.cbm.de
Quelle http://www.cbm.de

Faire Woche in Karlsruhe

Gerechte Preise für ihre Produkte, das garantiert der Faire Handel Kleinproduzenten sowie Arbeitsnehmern in Entwicklungsländern. Fairer Handel umfasst dabei landwirtschaftliche Erzeugnisse ebenso wie Produkte des traditionellen Handwerks und weitet sich zunehmend auf neu Bereiche wie beispielweise Textilien und die Gastronomie aus.

Die Idee dahinter: wenn bedürftige Produzenten in armen Ländern gerechter für ihre Arbeit entlohnt werden, können sie dem Teufelskreis der Armut entfliehen und selbst für sich und ihre Familie sorgen. Aber der Faire Handel bleibt nicht nur bei einer besseren Bezahlung: Faire Handel heißt sozialen, umweltverträglichen und wirtschaftlich sinnvollen Handel. Der Faire Handel hat viele Facetten, Ziele und Zielgruppen.

Karlsruhe ist Fairtrade-Stadt seit 2010. Aber was bedeutet diese Auszeichnung genau? Zu allererst ist sie eine Würdigung für das langjährige Engagement der vielen Karlsruher, die – teilweise bereits seit Jahrzehnten – ehrenamtlich in Initiativen, in der Kirchengemeinden und im Weltladen daran arbeiten, die vielfältigen Vorzüge fair gehandelter Produkte aus den ärmeren Länder der Welt lokal bekannt zu machen.
Der Titel ist aber auch Selbstverpflichtung und Ansporn, den Fairen Handel in Karlsruhe weiter zu fördern und dadurch der Solidarität mit den Menschen in den Erzeugerländern tatkräftigen Ausdruck zu verleihen.

Seit fünf Jahren beteiligt sich Karlsruhe an der bundesweiten Fairen Woche. Die Faire Woche ist ein bundesweiter Aktionsraum, um den Fairen Handel vor Ort und in den Erzeugerländern zu stärken.

Jährlich stellen ehrenamtliche Initiativen, Kirchen, Schulen und Kindergärten, Geschäften wie der Weltladen, Cafés sowie städtische Dienststelle unter Beweis, wie vielfältig der Faire Handel vor Ort sein kann. Im September und Oktober finden abwechslungsreiche Veranstaltungen im Rahmen der Fairen Woche in Karlsruhe statt.

Fairer Handel. Faire Chance für alle” so lautet das diesjährige Motto. Neu ist in diesem Jahr der inhaltliche Schwerpunkt ‘Textil‘, der aufgrund des Einstürzens einer Textilfabrik in Bangladesch im Frühjar in das Programm aufgenommen wurde und zu dem die Besucher unterschiedliche Angebote finden werden.

Hier unten alle ‘Fair’anstaltungen auf einen Blick.

Das Programme der Fairen Woche in Karlsruhe
Das Programme der Fairen Woche in Karlsruhe

Ein großes ‘Innocent’ Stricken, das helfen kann

2012 haben die deutschen Kunden von Innocent bei der Aktion ‘Das große Stricken‘ mitgemacht und das wurde ein riesiges Erfolg.

Die Innocent Smoothies mit Mützen

Um was ging da genau?! Die Kunden, die Innocent Smoothies kaufen, wurden eingeladen kleine Mütze für die Smoothies zu stricken und an der Firma zu schicken. Jede bekommene Mütze wurde zusammen mit den Innocent Smoothies verkauft.

Für jedes verkauften Smoothies hat Innocent 30 Cent dem Deutschen Roten Kreuz gespendet. 201.268 Smoothies mit Mütze wurden verkauft und Innocent konnte 60.380,40 Euro  dem Deutschen Roten Kreuz überweisen. Damit wurden in Deutschland Projekte unterstützt, die alten Menschen den Alltag erleichtern, wie zum Beispiel Kreativprojekte und Vorlesedienste, Demenztherapie und Bewegungsprogramme.

Das Spiel geht aber auch in 2013 weiter. Ab September ruft Innocent zum 3. Mal alle Deutschen auf, Mützchen für ihre Smoothies zu stricken. Diese Smoothies mit Mützchen werden dann ab Januar 2014 in die Kühlregale gestellt. Die Firma wird pro Smoothie mit Mützchen 20 Cent an das Deutsche Rote Kreuz spenden.

Es gibt eine Webseite über diese Aktion mit sogar Tipps über das Stricken, das Design der Mützen und ihrer Recycling. Die Adresse lautet: www.dasgrossestricken.de.

Eine “innocent” Geschichte

Diese ist eine Geschichte über Smoothies und sie begann im Sommer 1998 in England. In diesem Sommer bekamen die drei College-Freunde Richard, Jon und Adam nach ihren ersten Schritten in unterschiedlichen Berufen Lust, etwas Eigenes zu machen. Sie hatten viele Ideen, von denen sie sich wieder verabschieden mussten: Die selbstfüllende Badewanne war zum Beispiel viel zu gefährlich.

Im Sommer 1998 hatten die drei Freunde den entscheidenden Einfall: ein Drink aus ganzen Früchten, der nicht nur gut schmeckt, sondern auch gesund ist. Er würde jungen Berufstätigen wie ihnen selbst die Möglichkeit geben, sich unkompliziert Gutes zu tun. Immerhin lag ihre letzte gesunde Mahlzeit schon wieder Wochen zurück – da waren sie sonntags zum Mittagessen bei ihren Eltern.

Gesagt, getan. Richard, Jon und Adam kauften für 750 Euro Obst, machten daraus Smoothies und gingen damit an einem Wochenende auf ein kleines Jazz-Festival in London. Vor ihrem Stand hing ein Schild mit der Frage: “Sollen wir unsere Jobs aufgeben, um weiter Smoothies zu machen?” Darunter hatten sie zwei Kübel aufgestellt, auf einem stand “Ja”, auf dem anderen “Nein”. Sonntagabend war der Ja-Kübel voll mit leeren Flaschen. Montag gingen sie zur Arbeit und kündigten. Ganz einfach.

Sie haben einen Business Plan geschrieben aber niemand wollte darüber investieren (um ehrlich zu sein, sah der Plan ein bisschen langweilig aus). Sie haben diesen Plan andere 11 Mal geschrieben aber sie bekamen keine gute Rückmeldung von Banken, Jointventures und Firmen von London, an denen sie den Plan vorgestellten.

Richard, Jon und Adam schickten eine hoffnungslose E-Mail an alle Bekannten mit dem Betreff “Wer kennt jemanden, der reich ist?“. Etwas großartiges ist passiert: sie haben den Kontakt von Herrn Pinto bekommen, der willig zu investieren war.

Die Firma brauchte aber einen Name. Die drei Freunde haben darüber neun Monate lang gedacht. Am Anfang war das Geschäft als Fast Tractor bekannt. Dann kamen die Namen Hungry Aphid, Nude und Naked. Aber sie haben sich für “innocent” letztendlich geeinigt.

Innocent ist heutzutage wirklich ein sehr großes und weltweites Unternehmen geworden. Man kann die Smoothies in England, Irland, Amerika, Australien, Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich, Belgien, Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland kaufen.

Wenn man auf der Webseite nach den Werten des Unternehmens sucht, findet man folgendes:

100 % natürliche Getränke

“Wir wollen, dass unsere Smoothies großartig schmecken, gesund sind und umweltfreundlichst hergestellt werden. Eigentlich ist das ganz einfach: Wir werden in unsere Smoothies nie etwas geben, das unnatürlich ist. Und wir werden nur das herstellen, was den Menschen ausschließlich Gutes tut”.

Faires Obst

“Wir wollen auf jedes Stückchen Obst in unseren Smoothies stolz sein. Also beziehen wir es bevorzugt von Farmen, die sowohl auf ihre Arbeiter als auch auf die Umwelt achten”.

Nachhaltige Verpackungen

“Wir wollen, dass innocent auch der Umwelt schmeckt. Unsere Verpackungen sind aus so wenig Material wie möglich hergestellt. Material soll entweder recycelt oder erneuerbar sein”.

Nachhaltige Produktion

“Es gibt nur eine Erde. Wir schauen uns unser gesamtes Unternehmen an, von den Plantagen bis hin zu unserem Büro, und wir stellen uns eine einfache Frage: Wie und wo können wir Material einsparen? Diese Frage hilft, unsere Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren und zwingt uns, ständig kreativ zu sein. Unser primärer Fokus war die Reduzierung unseres CO2-Fußabdrucks”.
Gewinne teilen
“Wir wollen etwas zurückgeben von dem Gewinn, den unsere Firma erwirtschaftet. Dabei sollen vor allem jene Menschen profitieren, die den größten Bedarf haben. Deshalb geben wir jedes Jahr 10 % unseres Gewinns an wohltätige Organisationen, vor allem die innocent foundation. Die innocent foundation ist unsere eigene Stiftung, die Entwicklungsprojekte in den Ländern, aus denen unser Obst kommt, unterstützt. Sie wurde 2004 von uns gegründet und verfolgt das Ziel, mit lokalen Gemeinden für eine nachhaltige Zukunft für Menschen und Umwelt zu arbeiten. Dazu fördert die innocent foundation vor allem innovative Projekte, die natürliche Ressourcen nutzen, um eine bessere Zukunft zu gestalten”.

Innocent: ein umweltfreundliches Unternehmen, das aus der guten Wille von drei Freunden entstanden ist.

CBM und Millenniumsentwicklungsziele

Die Millenniumsentwicklungsziele, die im 2000 gesetzt wurden.
Die Millenniumsentwicklungsziele, die im 2000 gesetzt wurden.

Bei den Millenniumsenticklungszielen (Millennium Development Goals – MDG) handelt es sich um acht Entwicklungsziele, die im Jahr 2000 von den Vereinten Nationen (UN)  mit dem Ziel verabschiedet wurden, die weltweitende Armut bis 2015 zu halbieren.

Es ist allerdings bereits jetzt erkennbar, dass diese Ziele nicht in ihrem geplanten Umfang bis 2015 erreicht werden können. Deshalb findet ein Folgeprozess statt um auf die alten und neuen globalen Probleme zu reagieren. Die Entwicklungszielen, um die es dann geht, werden ‘post-MDG‘ genannt.

Wie die globalen Entwicklungsziele ab 2015 aussehen können, darüber beraten die 189 UN-Mitgliedstaaten bei einem Gipfeltreffen am 25. September 2013 in New York.

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) engagiert sich natürlich dafür. In Entwicklungsländer leben 82 Prozent der behinderten Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Die CBM vertritt die Ansicht, dass sich die MDG nur umsetzen lassen, wenn Menschen mit Behinderungen zukünftig berücksichtigt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die CBM eine Kampagne gestartet. Sie möchte mithilfe der Bevölkerung die deutsche Bundesregierung überzeugen, sich bei dem UN-Treffen dafür einzusetzen, dass behinderte Menschen in den künftigen MDG berücksichtigt werden.

Die CBM hat ein Positionspapier zu den MDG nach 2015 veröffentlicht, in dem ihre Forderungen detailliert aufgeführt sind. Dazu gehören die folgenden Punkten:

  • Das Rahmenwerk muss inklusiv für Menschen mit Behinderungen und konform mit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-CRPD) sein.
  • Gleichheit und Nichtdiskriminierung müssen als Schwerpunkte verankert werden.
  • Alle Ziele sollten inklusiv gestaltet sein mit spezifischen Indikatoren fuer Menschen mit Behinderungen.

Bisher hat sich die Bundesregierung noch nicht festgelegt, wie die künftigen MDG aussehen sollen: die CBM möchte dies mit ihrer Kampagne ändern!

Because I am a Girl: Malala Tag und Elena Di Ciccio als Testimonial

Der 12. Juli war der Geburtstag von Malala, das pakistanische Mädchen auf dem ein Attentat von einem Mitglied der Tehrik-i-Taliban Pakistan in 2012 verübt wurde. Malala befand sich damals auf der Heimfahrt von der Schule. Seit dem ist die 16-jährige Symbol des Bildungsrechts der Mädchen geworden. Genau der 12. Juli wurde als Malala Tag ausgerufen. Das Mädchen unterstützt die Kampagne von PlanBecause I am a Girl’ und mit ihrem Geburtstag hat der Countdown bis 11. Oktober, der Internationale Mädchentag, in dem die Kampagne weltweit gefeiert wird, angefangen. Am 12. Juli fehlten noch 100 Tage bis zum 11. Oktober.

An dem Geburtstag von Malala hat Plan Italia bekannt gegeben, dass Elena Di Cioccio hat akzeptiert, das italienische Testimonial der Kampagne Because I am a Girl zu werden. Die Schauspielerin und TV-Moderatorin hat sich entschieden, Teil der gemeinnützigen Organisation zu werden, nachdem sie die Projekte von Plan in Ghana besuchte. Ihr sind klar geworden die Wichtigkeit des Girl Empowerments mit gezielten Projekten, wie der Mikrokredit, die Effizienz der Bildung für die Mädchen als Mittel um die Armut zu bekämpfen und die Notwendigkeit die Mädchen zurück in die Schule zu bringen.

Mädchenrechte und die Geschlechtsgleichheit sind wichtige persönliche und berufsbezogene Themen für Elena Di Cioccio. Die Moderatorin war tief gerührt und begeistert als sie den Mut und die Stärke der Mädchen gesehen hat, indem sie ihren Weg in Bildung und Selbständigkeit versuchen zu finden. Sie müssen jeden Tag gegen Diskriminierung, Missbrauch, Geschlechtsverstümmelung, vorzeitige Ehe und psychischer und physischer Gewalt kämpfen.

„Die Geschlechtsdiskriminierung – behauptete Di Cioccio – schadet Frauen in der ganzen Welt. In den entwickelten Ländern, die reich von humanistischer Kultur sind und in den gesellschaftliche Regeln die Gleichheit gewähren sollten, werden die Frauen Opfern von Besitz, Eifersucht oder Wettbewerb mit den Männern. In den armen Ländern, wo praktisch alles fehlt und Reichtum und Bildung sind nur für wenige Leute zugänglich, wird der Kampf für den Fortbestand noch härter und die Schwächen sind noch mehr von diesen Faktoren betroffen. Es gibt starke wirtschaftliche Länder, die aber Missbrauch gegen Frauen erlauben. Die Frauen sind das Geschlecht, das das Leben erzeugt. Die echte Revolution für den nächsten Jahrhundert wird, die Menschen in derer Vielfalt zu schätzen, sein.

Elena Di Cioccio hat eine große Rolle in dem TV-Event von Plan Italia auf dem italienischen Fernsehkanal La7 mit dem Titel Prima le ragazze! Girls first! gespielt. Mit dieser Sendung hat die Organisation seine Rückkehr in Italien nach 50 Jahre gefeiert. Tausende Anrufe um Plan und die Wichtigkeit der Gleichheit für die Mädchen zu unterstützen.

Die internationale Kampagne von Plan ‘Because I am a Girl’ hat als Ziel eine qualitative Bildung von mindestens neun Jahren für vier Millionen Mädchen in der Welt zu gewähren, die nicht wegen Armut ausgegrenzt sein sollten. Letztes Jahr für den Internationalen Mädchentag wurden die wichtigsten Orten der Welt rosa beleuchtet: das Empire State Building, das London Eye, die Niagarafälle, die Ägypten Pyramiden und die wichtigsten indischen Denkmale. Auch Plan Italien hat das Oktagon der Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand rosa beleuchtet. Eine rosa Welle für die Mädchenrechte!

Elena Di Cioccio während der Sendung Prima le ragazze!
Elena Di Cioccio während der Sendung Prima le ragazze!

Die Bildung kann das Leben in Afrika ändern: Geschichte einer Frau

Die italienische Sängerin Mina singt in ihrem neuen Lied ItacaHast du eine Minute? Und wenn du sie hast, würde ich gerne, dass sie für immer dauern wird”. Dieses Lied wurde zum ersten Mal während der Sendung ‘Prima le ragazze’ von Plan Italia am 5. Juni auf dem italienischen Fernsehkanal La7 präsentiert.

Die Signora der italienischen Musik wollte auf dieser Weise ihre Nähe zu Plan Italia Projekten zeigen. Diese Organisation fördert Kampagnen, die die Rechte der Mädchen unterstützen, die keine Möglichkeiten zu lernen haben. In der Tat, wenn man daran denkt, eine aufmerksame Minute für das Leben der Mädchen kann für immer dauern.

So war es für Fatma Ndaw: sie wurde in dem Hinterland von Dakar, in Senegal, geboren und als sie sechs war hat sie beide Eltern verloren aber sie hat keine Minute aufgehört zu lernen, sogar nicht als sie mit 15 einen Onkel heiraten musste und sofort schwanger wurde.

Fatma hat nicht die Hoffnung verloren. Ihr war es bewusst, dass jede Minute zählt. Sie hat also ihren Mann, der weitere Kinder wollte, verlassen und mit der Hilfe einer Tante hat sie es geschafft, an der Universität von Dakar Fremdsprachen zu studieren. Fatma hat danach als Lehrerin gearbeitet und hat eine Wohnung für sich und ihre Tante gekauft. Aber das ist noch nicht alles! Sie arbeitet zusammen mitl Plan Senegal an das Projekt ‘1000 Girls, um anderen Mädchen weiterzugeben, was sie gelernt hat und das ist, dass die Bildung das Mittel ist, mit dem man sein eigenes Leben verändern kann.

66 Millionen Mädchen in der Welt gehen nicht zur Schule und jedes dritte von ihnen darf nicht zur Schule gehen, genau weil sie ein Mädchen sind.

Insbesondere erleben die Frauen in den Ländern von Mittel-West Afrika eine starke Ungleichheit gegenüber den Männern. Das bringt zu einem Mangel an Bildung für die Mädchen. Tatsächlich haben diese Länder das niedrigste Bildungsniveau der Welt.

Laut offiziellen Daten gehen 14 Millionen Kinder nicht in die Schule in den 11 Ländern von Mittel-West Afrika. 8 Millionen von ihnen sind Mädchen. Auf dem Land verdoppelt sich die Anzahl der Kinder ohne Bildung im Vergleich zu der Stadt. Zusätzlich immer mehr Mädchen aufhören in die Schule zu gehen, weil sie früh heiraten müssen, belastet werden und vergewaltigt werden. Es gibt auch wenige Infrastrukturen die den Geschlechtsunterschied fördern, wie zum Beispiel getrennte Toiletten.

Die Arbeit von Plan für die Bildung der Mädchen in Mittel-West Afrika bezieht sich auf drei Elementen: ein gleicher Zugang zur Bildung, eine qualitative Bildung und die Einbindung der Bildungsinstitutionen. Zusätzlich arbeitet Plan mit der lokalen und nationalen Regierungen, um sie für die Rechten der Kinder und insbesondere der Mädchen zu sensibilisieren.

Es ist möglich, eine Minute ins immer in dem Leben der Mädchen umzuändern: das ist was uns die Geschichte von Fatma Ndaw beibringt.

Für Informationen über wie kann man Pate eines Mädchens werden, kann man in Deutschland die Telefonnummer 0049 – (0)40 – 611 400 anrufen oder eine E-Mail an info@plan-deutschland.de schicken. Die Webseite von Plan findet man unter: www.plan-deutschland.de.

Fatma Ndaw
Fatma Ndaw

Stiftung Marisa Bellisario: ausgezeichnete Frauen!

Für eine Frau Karriere zu machen ist anstrengender aber macht mehr Spaß“.

Vor 25 Jahren hat Marisa Bellisario uns bewiesen, dass jede Frau, wenn sie zielstrebig, mutig und bereit ihre Ambitionen zu folgen ist, kann alles in ihrem privaten Leben und bei der Arbeit erreichen. Frau Bellisario, die in 1988 gestorben ist, wurde von der Weltpresse als strenge aber korrekte Managerin bezeichnet und ihre professionelle Entwicklung bei Olivetti ist, ohne Zweifeln, sehr beeindruckend. Ihre ist die erste internationale Karriere in dem Bereich der Informatik in Italien. Sie selbst schrieb, dass “sie 20 Jahre vor den Wirtschaftswissenschaftlern und Experten erfahren habe, dass eine Firma international ausgestattet sein muss”.

Seit 1989 verleiht die Stiftung, die ihren Name trägt, einen Preis an weiblichen Vorzüglichkeiten, die sich bei der Arbeit, in dem Management, in der Wirtschaft und in der Gesellschaft in Italien aber auch international ausgezeichnet haben. ‘Donne ad alta quota’ ist ein Preis, der gedacht wurde um die Mühe der Frauen bei der Arbeit zu erkennen und dieses Jahr hat diese Veranstaltung am 20 Juni stattgefunden.

Die Stiftung Maria Bellisario, deren Präsident Lella Golfo ist, engagiert sich für die Recherchen und die Projekte, die weibliche Arbeitsumfeld, Unternehmertum und Management in den neuen Technologien befördern. Die Stiftung wertete die Frauen auf, die in dem öffentlichen und privaten Bereich tätig sind und fördert eine Gleichheitskultur in einer offenen Weise. Ihr Hauptziel ist, die Politiker, die Institutionen, die Unternehmen und die Arbeitswelt auf Idee und innovative Projekte für die professionelle Entwicklung der Frauen in Italien und international hinzuweisen.

Entscheidungen, Leistungsfähigkeit und Kenntnisse in einem internationalen Umfeld haben Marisa Bellisario eine weitsichtige und mutige Frau gemacht. Die Stiftung Bellisario fährt ihr Engagement fort, das ein Symbol für die Gleichheit zwischen Frau und Mann dargestellt hat.