Wie kann ich helfen?

Gestern ist es mir wieder passiert: Das Leben hat mir genau das vor Augen geführt, was ich brauchte.

Ich stand an der Selbstbedienungskasse im Supermarkt, als mich das Gespräch eines Angestellten mit einer Kundin vom Einpacken ablenkte.

Es war ein junger Mann, wahrscheinlich ein Student, der sich in seinem Nebenjob als Verkäufer im Supermarkt von Weil der Stadt etwas dazuverdient. „Wie kann ich helfen?“ fragte er freundlich eine ältere Dame, die – um die Schlange zu vermeiden – sich vermutlich zum ersten Mal an der Selbstbedienungskasse versuchte. Eine einfache, höfliche Frage, die einen Gedanken ausdrückte, der mir sehr am Herzen liegt. Eine Frage, die viele andere impliziert: „Wie kann ich anderen behilflich sein?“ „Wie kann ich mit meinen Handlungen etwas Positives in der Gesellschaft beitragen?“ „Wie kann ich meine Arbeit so ausführen, dass ich freundlich und fürsorglich gegenüber anderen bin?“

Ich glaube, dass das Leben einen anderen Geschmack hat, wenn unsere Handlungen nicht darauf abzielen, unser Ego zu befriedigen. Wenn wir bescheiden genug sind, um andere zu dienen, werden wir in dem, was wir tun, einen größeren Sinn erkennen. Wenn wir in der Lage sind, uns selbst zurückzunehmen – indem wir uns nicht an die erste Stelle setzen – werden wir spüren, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind.

Dieser junge Mann im Supermarkt hat genau das getan: Er hat sich zur Verfügung gestellt und seine Aufgabe freundlich und respektvoll gegenüber der Person erfüllt, die vor ihm stand.

Freundlichkeit ist eine Fähigkeit, die man üben kann – und die uns spüren lässt, Teil von etwas Größerem zu sein.

Come posso essere d’aiuto?

Ieri mi è accaduto nuovamente: la vita mi ha fatto notare proprio quello di cui avevo bisogno.

Ero alle casse self-service del supermercato, quando sentire il commesso relazionarsi con una cliente mi ha distratto dal mio impacchettare.

Era un ragazzo giovane, probabilmente uno studente, che, per arrotondare, lavora come commesso al supermercato di Weil der Stadt. “Come posso essere d’aiuto?” chiese gentilmente a una signora anziana che, per non fare la coda, si era cimentata, forse per la prima volta, con la cassa self-service. Una domanda semplice e gentile che rappresentava a parole un pensiero a me caro. Una domanda che ne implica tante altre. “Come posso io mettermi a servizio di qualcun altro?”. “Come posso io con le mie azioni essere utile alla società?”. “Come posso svolgere il mio lavoro in modo gentile e premuroso verso gli altri?”.

Io credo che la vita abbia un altro sapore se le nostre azioni non sono rivolte a soddisfare il nostro ego. Se siamo umili abbastanza da metterci al servizio del prossimo, vedremo in ciò che compiamo un senso più grande. Se siamo in grado di rimpicciolirci, non mettendoci in cima alla lista, saremo capaci di sentirci parte di un insieme più grande.

Quel ragazzo al supermercato ha fatto proprio questo: si è messo a disposizione, svolgendo il suo compito in modo gentile e rispettoso verso chi gli stava di fronte.

La gentilezza è una qualità che può essere allenata e che ci permette di sentirci parte di qualcosa di più grande

SPRICH DARÜBER MIT JEMANDEM

Ich höre gerade Elizabeth Gilberts neues Buch „All the way to the river“ und bin wirklich gefesselt. Die Geschichte ist herzzerreißend, echt und voller Leben. Die Autorin öffnet sich ihren Leser:innen gegenüber mit Mut und Authentizität. Sie behandelt das Thema Abhängigkeit – sei es in der Liebe oder von Suchtmitteln – direkt und ohne Vorurteile. Noch nie habe ich jemanden so offen darüber sprechen hören.

Ich teile Elizabeth Gilberts Überzeugung: Wenn dich etwas so sehr belastet, dass du deine innere Ruhe verlierst, ist das Beste, was du tun kannst, darüber zu sprechen. Sich mit einem Freund oder einer Freundin zu öffnen, kann dich retten. Deine Gedanken und Sorgen laut auszusprechen und sie mit einer vertrauten Person zu teilen, wird dir helfen, die Last zu erleichtern.

Behalte nicht alles für dich – sonst grübelst du nur. Erzähle von dem, was dich beschäftigt. Vielleicht findest du bei deinem Zuhörer nicht die Lösung, aber bestimmt jemanden, auf den du dich verlassen kannst, um gemeinsam den Weg bis zur nächsten Etappe zu gehen.

Wir sind alle Blumen desselben Gartens.

Parlane con qualcuno

Sto ascoltando l’ultimo libro di Elizabeth Gilbert ‚All the way to the river‘ e ne sono davvero catturata. La storia è struggente, vera e semplicemente piena di vita. L’autrice si apre con i suoi lettori allo stesso tempo in modo coraggioso e autentico. Tratta il tema della dipendenza, amorosa e da sostanze stupefacenti, in un modo schietto e privo di giudizio. Non ho mai sentito qualcuno parlarne così finora in vita mia.

Condivido con Elizabeth Gilbert l’idea che, quando c’è qualcosa che ti turba talmente tanto da perdere la tua calma interiore, l’azione migliore che tu possa fare è parlarne con qualcuno. Aprirti con un amico può salvarti. Esprimere il tuo pensiero e le tue preoccupazioni a voce alta, condividendoli con una persona fidata, ti permetterà di alleggerire il carico.

Non tenere tutto dentro, finirai per rimuginare. Racconta quello che ti impegna la testa. Troverai in chi ti ascolta magari non la soluzione ma sicuramente una persona su cui contare per condividere il cammino fino alla tua prossima tappa.

Siamo tutti fiori dello stesso giardino

Zeig dich

„Ich bin nicht besonders, ich mache mich besonders“ – dieser Satz einer spanischen Dame hat mich in einer sehr schwierigen Phase meines Lebens erreicht. Er ist mir im Gedächtnis geblieben.


Vielleicht lag es am mentalen Prozess, den ich während der Elternzeit durchlebt habe: Jetzt, dass ich wieder arbeite, spüre ich viel mehr Mut und Entschlossenheit als früher. Während meiner Elternzeit hatte ich viel Zeit, darüber nachzudenken, was ich als Erwachsene tun möchte. Da ich dieses Jahr vierzig werde, habe ich keine Ausreden mehr.


Schreiben ist das, was ich tun möchte.

Ich habe einen Blog über Achtsamkeit im Intranet meines Unternehmens gegründet. Diese Praxis hat mein Leben verändert, und eines meiner großen Ziele ist es, das, was ich gelernt habe, weiterzugeben.

Über Achtsamkeit zu schreiben ist für mich eine wichtige Aufgabe, auf die ich mich gut vorbereitet fühle. In den letzten elf Jahren habe ich mein Wissen über dieses Thema vertieft und möchte es meinen Kollegen zur Verfügung stellen. Der Blog heißt Your Mindful Moment at Work, und bisher erhalte ich sehr positive Rückmeldungen.

Ich glaube, dass bei jedem von uns dieser Moment kommt, in dem man Mut fasst, von der Bank aufsteht und aufs Spielfeld geht, um seine Stärken zu zeigen. Man sollte nie Angst haben, sich zu zeigen.

Fatti vedere

„Non sono speciale, mi rendo speciale“, una signora spagnola mi disse questa frase in un momento per me molto difficile. Mi rimase impressa.

Sarà stato il processo mentale vissuto in un anno di maternità ma, ora che ho ripreso a lavorare, mi sembra di avere molto più coraggio e determinazione rispetto a prima. Durante la mia assenza dal lavoro, ho avuto modo di pensare molto a quello che voglio fare ora che sono grande. Siccome i quarant’anni quest’anno bussano alla mia porta, non ho più scuse.

Scrivere è quello che voglio fare da grande.

Ho fondato un blog sull’intranet della mia azienda sulla consapevolezza. A me questa pratica ha cambiato la vita e uno dei miei grandi obiettivi è quello di condividere ciò che ho imparato praticandola.

Scrivere di consapevolezza è per me un compito importante per cui credo di avere molta preparazione. Negli ultimi undici anni ho approfondito le mie conoscenze su questo tema e desidero mettere ciò che ho imparato a disposizione dei miei colleghi. Il blog si chiama Your Mindful Moment at Work e sto ricevendo finora una risonanza positiva.

Credo che nella vita di ognuno di noi arrivi quel momento nel quale prendere coraggio, alzarsi dalla panchina e dirigersi verso il campo, mettendo in mostra le nostre risorse. Non bisogna mai avere paura di farsi vedere.

Heike

Heike hat mich im ersten Lebensjahr unserer Tochter begleitet. Sie ist zertifizierte PEKiP-Kursleiterin und bietet ein Programm an, das Eltern und ihre Babys im ersten Lebensjahr begleitet. Dieses Programm wurde in den 1970er-Jahren vom Pädagogen Jaroslav Koch in Prag entwickelt und ist in Deutschland sowie anderen europäischen Ländern verbreitet. In Italien, glaube ich, ist es noch nicht sehr bekannt.

Zusammen mit sieben anderen Müttern – manchmal auch Vätern – und unseren Babys hat sie einmal wöchentlich ein Treffen moderiert. Sie ließ unsere Kinder sensorische und motorische Aktivitäten ausprobieren, wie Spiele und Lieder, die die Entwicklung der Kinder fördern sollten. Ziel der PEKiP-Treffen war es, dass die Babys lernen, mit ihrem Körper, ihren Eltern und der Umgebung zu interagieren. Heike bot uns zudem einen Raum, um uns als Eltern über Themen wie Stillen, Schlaf, Beikosteinführung und Entwicklung auszutauschen.

Sie schuf eine herzliche Gruppenatmosphäre, in der sich alle Teilnehmer:innen mit ihren Babys sofort wohlfühlten. Einige der Lieder, die ich von ihr gelernt habe, verwende ich noch heute, um meine Tochter zu beruhigen oder zu beschäftigen – mittlerweile nimmt sie aktiv teil, indem sie mitsingt oder die passenden Gesten macht.

Was mir besonders geholfen hat, war, eine Person an meiner Seite zu haben, mit der ich mein erstes Jahr als Mutter teilen konnte. Außerdem tat es mir gut, einen festen wöchentlichen Termin zu haben, der mir Struktur gab. Von Anfang an habe ich gespürt, dass ich bei Heike ich selbst sein durfte – das ist eine ihrer schönsten Qualitäten. Ich bin dankbar, dass ich an ihrem Kurs teilnehmen durfte, und empfehle ihn gerne allen neuen Müttern in und um Weil der Stadt.

Heike

Heike mi ha accompagnata durante il primo anno di vita di nostra figlia. È un’istruttrice certificata che offre un corso di PEKiP (acronimo di Prager-Eltern-Kind-Programm, programma genitore-figlio di Praga) che affianca genitori e bambini nel primo anno di vita. Questo programma è stato sviluppato negli anni ’70 dal pedagogista Jaroslav Koch a Praga ed è diffuso in Germania e altri paesi europei. In Italia credo non sia molto comune.

Con altre sette mamme, a volte anche papà, e con i nostri bebè ha moderato una volta a settimana degli incontri. Ci ha fatto provare attività sensoriali e motorie, come giochi e canzoni, adatte per favorire lo sviluppo dei bambini. Lo scopo di questi incontri di PEKiP era che i bambini imparassero a rapportarsi con il loro corpo, con il genitore e con l’ambiente che li circonda. Heike ci offerto inoltre uno spazio in cui condividere esperienze tra genitori su temi come allattamento, sonno, svezzamento e crescita.

Ha creato una bella atmosfera di gruppo, nella quale noi partecipanti e i nostri bambini ci siamo subito sentiti a nostro agio. Alcune canzoni che ho imparato da lei le uso ancora oggi per calmare o intrattenere mia figlia che ormai partecipa attivamente al testo cantando o facendone i gesti. 

La cosa che ho trovato estremamente di aiuto è stata per me avere una persona con cui condividere il mio primo anno da mamma. Mi ha fatto inoltre bene avere un appuntamento fisso durante la settimana, con tutta la regolarità che questo comportava. Infine ho capito fin da subito che con Heike non necessitavo di mettere maschere e questa è una sua gran bella qualità. Sono grata di aver potuto partecipare al suo corso che raccomando volentieri alle neo-mamme di Weil der Stadt e dintorni.

Il logo dello studio di Heike

Talk it out

Eine wirksame Methode, wenn der Kopf von Gedanken überflutet ist, ist es, jemandem darüber zu erzählen. Das hilft, um die Gedanken zu sortieren.

Diese Praxis heißt auf Englisch „Talk it out“ und ermutigt dazu, sich seine Sorgen von der Seele zu reden, indem man sich mit jemandem austauscht. Allein der Akt, sich einer vertrauten Person zu öffnen und von dem zu erzählen, was einen beschäftigt, kann helfen, die Last zu teilen.

Wenn du Schwierigkeiten hast, deine Gefühle zu verarbeiten, versuche, sie mit einer dir nahestehenden Person zu teilen. Du wirst sehen: Indem du sie aussprichst, verlieren sie an Gewicht, und der Austausch mit dieser Person kann dich weiterbringen. Eine geteilte emotionale Last ist leichter.

Gefühle müssen nicht zwangsläufig ihrem Lauf in unserem Kopf folgen. Man kann sie wie den Lauf eines Flusses lenken. Wenn du sie teilst, werden sie leichter.

Talk it out

Una tecnica efficace, quando si ha la testa annebbiata dai pensieri, è quella di aprirsi con qualcuno raccontandoglieli. Serve a riordinare le idee oltre che a esternare ciò che non ci lascia pace.

Questa pratica in inglese si chiama „Talk it out“ e incoraggia a tirare fuori le proprie preoccupazioni confrontandosi con qualcuno. Il semplice fatto di aprirsi, raccontando quello che ci impegna la testa, a una persona fidata può aiutare a condividerne il peso.

Quando hai difficoltà a gestire le tue emozioni, prova a condividerle con qualcuno a te caro, vedrai che, esprimendole, perderanno volume e che il confronto con questa persona potrà portarti più avanti di quanto tu da solo non sia in grado di arrivare. Il carico emotivo, se condiviso, è più leggero.

Le emozioni non devono per forza seguire il loro corso nella nostra testa. Possono essere gestite come il corso di un fiume. Se le condividi saranno più leggere.