Heike

Heike hat mich im ersten Lebensjahr unserer Tochter begleitet. Sie ist zertifizierte PEKiP-Kursleiterin und bietet ein Programm an, das Eltern und ihre Babys im ersten Lebensjahr begleitet. Dieses Programm wurde in den 1970er-Jahren vom Pädagogen Jaroslav Koch in Prag entwickelt und ist in Deutschland sowie anderen europäischen Ländern verbreitet. In Italien, glaube ich, ist es noch nicht sehr bekannt.

Zusammen mit sieben anderen Müttern – manchmal auch Vätern – und unseren Babys hat sie einmal wöchentlich ein Treffen moderiert. Sie ließ unsere Kinder sensorische und motorische Aktivitäten ausprobieren, wie Spiele und Lieder, die die Entwicklung der Kinder fördern sollten. Ziel der PEKiP-Treffen war es, dass die Babys lernen, mit ihrem Körper, ihren Eltern und der Umgebung zu interagieren. Heike bot uns zudem einen Raum, um uns als Eltern über Themen wie Stillen, Schlaf, Beikosteinführung und Entwicklung auszutauschen.

Sie schuf eine herzliche Gruppenatmosphäre, in der sich alle Teilnehmer:innen mit ihren Babys sofort wohlfühlten. Einige der Lieder, die ich von ihr gelernt habe, verwende ich noch heute, um meine Tochter zu beruhigen oder zu beschäftigen – mittlerweile nimmt sie aktiv teil, indem sie mitsingt oder die passenden Gesten macht.

Was mir besonders geholfen hat, war, eine Person an meiner Seite zu haben, mit der ich mein erstes Jahr als Mutter teilen konnte. Außerdem tat es mir gut, einen festen wöchentlichen Termin zu haben, der mir Struktur gab. Von Anfang an habe ich gespürt, dass ich bei Heike ich selbst sein durfte – das ist eine ihrer schönsten Qualitäten. Ich bin dankbar, dass ich an ihrem Kurs teilnehmen durfte, und empfehle ihn gerne allen neuen Müttern in und um Weil der Stadt.

Heike

Heike mi ha accompagnata durante il primo anno di vita di nostra figlia. È un’istruttrice certificata che offre un corso di PEKiP (acronimo di Prager-Eltern-Kind-Programm, programma genitore-figlio di Praga) che affianca genitori e bambini nel primo anno di vita. Questo programma è stato sviluppato negli anni ’70 dal pedagogista Jaroslav Koch a Praga ed è diffuso in Germania e altri paesi europei. In Italia credo non sia molto comune.

Con altre sette mamme, a volte anche papà, e con i nostri bebè ha moderato una volta a settimana degli incontri. Ci ha fatto provare attività sensoriali e motorie, come giochi e canzoni, adatte per favorire lo sviluppo dei bambini. Lo scopo di questi incontri di PEKiP era che i bambini imparassero a rapportarsi con il loro corpo, con il genitore e con l’ambiente che li circonda. Heike ci offerto inoltre uno spazio in cui condividere esperienze tra genitori su temi come allattamento, sonno, svezzamento e crescita.

Ha creato una bella atmosfera di gruppo, nella quale noi partecipanti e i nostri bambini ci siamo subito sentiti a nostro agio. Alcune canzoni che ho imparato da lei le uso ancora oggi per calmare o intrattenere mia figlia che ormai partecipa attivamente al testo cantando o facendone i gesti. 

La cosa che ho trovato estremamente di aiuto è stata per me avere una persona con cui condividere il mio primo anno da mamma. Mi ha fatto inoltre bene avere un appuntamento fisso durante la settimana, con tutta la regolarità che questo comportava. Infine ho capito fin da subito che con Heike non necessitavo di mettere maschere e questa è una sua gran bella qualità. Sono grata di aver potuto partecipare al suo corso che raccomando volentieri alle neo-mamme di Weil der Stadt e dintorni.

Il logo dello studio di Heike

Talk it out

Eine wirksame Methode, wenn der Kopf von Gedanken überflutet ist, ist es, jemandem darüber zu erzählen. Das hilft, um die Gedanken zu sortieren.

Diese Praxis heißt auf Englisch „Talk it out“ und ermutigt dazu, sich seine Sorgen von der Seele zu reden, indem man sich mit jemandem austauscht. Allein der Akt, sich einer vertrauten Person zu öffnen und von dem zu erzählen, was einen beschäftigt, kann helfen, die Last zu teilen.

Wenn du Schwierigkeiten hast, deine Gefühle zu verarbeiten, versuche, sie mit einer dir nahestehenden Person zu teilen. Du wirst sehen: Indem du sie aussprichst, verlieren sie an Gewicht, und der Austausch mit dieser Person kann dich weiterbringen. Eine geteilte emotionale Last ist leichter.

Gefühle müssen nicht zwangsläufig ihrem Lauf in unserem Kopf folgen. Man kann sie wie den Lauf eines Flusses lenken. Wenn du sie teilst, werden sie leichter.

Talk it out

Una tecnica efficace, quando si ha la testa annebbiata dai pensieri, è quella di aprirsi con qualcuno raccontandoglieli. Serve a riordinare le idee oltre che a esternare ciò che non ci lascia pace.

Questa pratica in inglese si chiama „Talk it out“ e incoraggia a tirare fuori le proprie preoccupazioni confrontandosi con qualcuno. Il semplice fatto di aprirsi, raccontando quello che ci impegna la testa, a una persona fidata può aiutare a condividerne il peso.

Quando hai difficoltà a gestire le tue emozioni, prova a condividerle con qualcuno a te caro, vedrai che, esprimendole, perderanno volume e che il confronto con questa persona potrà portarti più avanti di quanto tu da solo non sia in grado di arrivare. Il carico emotivo, se condiviso, è più leggero.

Le emozioni non devono per forza seguire il loro corso nella nostra testa. Possono essere gestite come il corso di un fiume. Se le condividi saranno più leggere.

Über junge und alte Promoterinnen

Von 2005 bis 2008 habe ich neben meinem Studium als Promoterin in Supermärkten gearbeitet, um meine Eltern nicht zusätzlich zu belasten, die mir bereits mein Studium finanzierten. Es war ein Wochenendjob, der sich gut mit meinem Vorlesungsplan vereinbaren ließ. Meine Schwester, die in einer Werbeagentur arbeitete und Marketingaktionen für Unternehmen koordinierte, hatte mir den Job vorgeschlagen.

Ich habe die Arbeit mit Würde und Freude erledigt, denn schon damals war ich überzeugt: Jede Tätigkeit, die man mit Leidenschaft ausübt, ist ein Grund zum Stolz. Am häufigsten war ich im Esselunga-Supermarkt in der Via Lorenteggio in Mailand im Einsatz – ich glaube, der gibt es heute noch.

Gestern Morgen war ich im E-Center in Weil der Stadt einkaufen, und eine ältere Dame bewarb dort Marmeladen. Sie hatte einen Stand mit Brotscheiben, auf denen verschiedene Marmeladensorten zum Probieren bereitlagen. Sie fragte mich, ob ich eine kosten wollte, und ich nahm ihr Angebot gerne an.

Diese Begegnung hat mich nicht nur an meine eigene Zeit als Promoterin erinnert, sondern auch zum Nachdenken angeregt – über einen Punkt, der oft übersehen wird, wenn über die wirtschaftliche Stärke Deutschlands gesprochen wird. Die Grundrente hier ist nämlich bei Weitem nicht mit der italienischen vergleichbar, sondern deutlich niedriger. Viele Senioren, die vielleicht ihr Leben lang keine hochqualifizierten Jobs hatten, müssen jeden Cent umdrehen. Oft sind sie gezwungen, trotz Rente weiterzuarbeiten. Doch das hat auch einen Vorteil: Durch die längere Berufstätigkeit bleiben ältere Menschen körperlich und geistig aktiv.

Daher gilt dieser Dame im Supermarkt mein ganzer Respekt und meine Sympathie.

Der Supermarkt in Weil der Stadt

Di promoter giovani e non

Dal 2005 al 2008, per non pesare sui miei genitori che già mi finanziavano gli studi, arrotondavo lavorando come promoter nei supermercati. Era un lavoro durante il fine settimana che si sposava bene con gli orari delle mie lezioni universitarie. Mi aveva aperto la strada mia sorella, che lavorava in una delle agenzie pubblicitarie coordinando le azioni di marketing delle aziende.

Io mi divertivo e svolgevo il mio compito con dedizione perché già da allora credevo che ogni lavoro, se fatto con passione, fosse motivo di orgoglio. Il supermercato , dove ero attiva più spesso, era l’esselunga di via Lorenteggio a Milano che credo ancora oggi ci sia.

Ieri mattina, sono andata a fare la spesa all’E-Center di Weil der Stadt, e una signora anziana promuoveva delle marmellate. Aveva un banchetto con delle fettine di pane con sopra diversi gusti di marmellata. Mi ha chiesto se volessi provarne una e io ho accettato con piacere.

Questo evento, oltre ad avermi riportato ai tempi in cui ero io ad avere bisogno di arrotondare, mi ha fatto riflettere su un punto che non spesso è chiaro a chi parla della forza economica tedesca. La pensione di base in Germania non è assolutamente paragonabile a quella italiana anzi è molto più bassa. Gli anziani, che magari non hanno svolto lavori molto qualificati, si trovano a girare ogni centesimo. Spesso infatti sono costretti a lavorare nonostante siano in pensione. Questo però porta con se il vantaggio che, lavorando più a lungo, le persone della terza età si mantengono fisicamente e intellettualmente attive.

A quella signora al supermercato va quindi la mia stima e simpatia.

Il supermercato di Weil der Stadt

Vorlesen

„Der Museumsmörder“ von Earlene Flower war das erste Buch, das ich Dominik vorgelesen habe. Das erste einer langen Reihe. Wir hatten es an einem Samstagabend zufällig in einer dieser typischen Stuttgarter Kisten mit der Aufschrift „Zum Verschenken“ gefunden.

Es war 2016, und ich hatte gerade angefangen, in einem Job zu arbeiten, in dem ich nur noch Deutsch sprach – ohne Italienisch. Ich fühlte mich unsicher beim Lesen und Präsentieren auf Deutsch. Laut Vorlesen eines unbekannten Textes schien mir eine gute Übung.

So begann ein neues, gemeinsames Hobby für Dominik und mich, und wir waren sofort begeistert. Ich war seine Audible-Sprecherin mit italienischem Akzent, und er war mein mehr oder weniger aufmerksames Publikum. Manchmal schlief er beim Klang „meiner schönen Stimme“ ein, und ich musste das Kapitel noch einmal vorlesen.

Auch heute, zehn Jahre später, lesen wir noch gemeinsam Bücher. Unser Lieblingsgenre ist der Thriller. Den letzten Roman haben wir vergangenen Samstag fertig gelesen.

Als ich diese Woche Arthur C. Brooks, einen meiner Lieblings-Wissenschaftsvermittler, in einem Interview darüber sprechen hörte, wie gut gemeinsames Lesen für eine Beziehung ist, konnte ich nur zustimmen.

Es ist ein schönes Hobby, weil es das Gehirn durch die Kraft der Vorstellungskraft anregt und man über die Geschichte und die Entscheidungen des Autors diskutieren kann. Ich kann es nur empfehlen!

Unser erstes gemeinsames Buch

Leggere ad alta voce

‚Der Museumsmörder‘ di Earlene Flower è stato il primo libro che ho letto ad alta voce per Dominik. Il primo di una lunga serie. Lo avevamo trovato un sabato sera per caso in una di quelle ceste tipiche di Stoccarda con scritto: „In regalo“.

Era il 2016 e io avevo appena iniziato a lavorare in una mansione completamente in tedesco, senza più usare l’italiano, e non mi sentivo sicura nel leggere e nel presentare in lingua tedesca. Quale migliore esercizio se non la lettura ad alta voce di un testo a me sconosciuto?!

Iniziò così un nuovo passatempo condiviso per me e Dominik e ci appassionammo subito. Io ero il suo speaker di Audible con accento italiano e lui era il mio pubblico più o meno attivo. A volte, al suono della ‚mia bella voce‘, lui però si addormentava e io mi ritrovavo a rileggere il capitolo.

Leggiamo ancora oggi libri insieme, a distanza di dieci anni. Il nostro genere preferito è il thriller. L’ultimo romanzo lo abbiamo finito lo scorso sabato.

Quando ho sentito questa settimana Arthur C. Brooks, uno dei miei divulgatori scientifici preferiti, parlare in un’intervista di quanto la lettura insieme faccia bene alla coppia, non potevo che trovarmi più d’accordo.

È un bell’hobby perché si attiva il cervello con la forza di immaginazione e si discute sul seguito del libro e sulle scelte dell’autore. Io lo posso solo consigliare!

Il nostro primo libro condiviso

HÖRE AUF DEINEN KÖRPER

Vor einigen Jahren gab mir eine Kollegin ein sehr interessantes Feedback. Sie sagte mir, dass ich dazu neige, mich immer den Vorlieben anderer anzupassen, ohne mir oft genug die Frage zu stellen: „Was brauche ich eigentlich?“

Ich erkannte sofort einen Funken Wahrheit in ihren Worten und begann, mein Verhalten zu beobachten. Tatsächlich war es so: Damals passte ich mich zu oft an, statt auf das zu achten, was ich selbst brauchte. Ich begann daran zu arbeiten und meine Bedürfnisse bewusst wahrzunehmen, indem ich versuchte, sie in den Vordergrund zu stellen.

Mit der Schwangerschaft und der Mutterschaft habe ich diese Fähigkeit noch weiter verfeinert. Mir wurde klar, dass ich, um gut zu funktionieren, auf meinen Körper hören muss und meine eigenen Bedürfnisse erfüllen sollte. Nur so kann ich der Elternteil sein, der – indem er sich selbst respektiert – im Familienleben ausgeglichen agieren kann.

Ich glaube, dass das Lernen, auf den eigenen Körper zu hören und entsprechend zu handeln, eines der Geheimnisse des Erwachsenenlebens ist – um es wie Gretchen Rubin zu sagen. Es ist entscheidend, sich daran zu erinnern, dass unsere erste Prioritàt und die einzige Person, über die wir Kontrolle haben, wir selbst sind.

Und hörst du genug auf deinen Körper?

Pflege dich wie eine Pflanze.

Ascolta il tuo corpo

Qualche anno fa una collega di lavoro mi diede un feedback molto interessante. Mi disse che tendevo sempre allinearmi alle preferenze altrui ponendomi troppo poco la domanda: „Io di cosa ho bisogno?“.

Riconobbi subito un fondo di verità in quelle parole e iniziai a osservare il mio comportamento. Effettivamente era così: allora troppo spesso compiacevo invece di seguire quello di cui necessitavo io. Iniziai a lavorarci su e a indagare sui miei bisogni cercando di metterli al primo posto.

Con la gravidanza e la maternità ho migliorato ancora di più questa mia nuova abilità. Mi è diventato chiaro che per funzionare bene è necessario guardarmi dentro e cercare di soddisfare le mie necessità. Solo così posso essere quel genitore emozionalmente maturo che, rispettando se stesso, è in grado di relazionarsi in famiglia con equilibrio.

Credo che imparare ad ascoltare il proprio corpo, agendo di conseguenza, sia uno dei segreti della vita adulta, per dirla alla Gretchen Rubin. È fondamentale ricordarsi che la nostra prima priorità e l’unica persona su cui abbiamo il controllo siamo noi.

E tu ti ascolti a sufficienza?

Prenditi cura di te stesso come di una pianta.