Wie du mit dir selbst sprichst, zählt

Dein innerer Dialog hat große Macht, denn er kann deine Stimmung beeinflussen.

Ich habe viele Jahre damit verbracht, scharfe Kritik mit mir selbst zu üben. Schon als kleines Kind habe ich immer viel von mir verlangt, und wenn ich mich nicht so verhalten habe, wie ich es mir gewünscht hätte, war ich sehr streng in meinem Urteil.

Mit der Zeit und dank der Hilfe eines weisen griechischen Herrn – der in Wahrheit ein kognitiver Verhaltenstherapeut war – habe ich gelernt, sanfter zu mir selbst zu sein.

Wenn man sich mit dem Thema Achtsamkeit beschäftigt, stößt man oft auf die Frage: „Würdest du das auch zu einem Freund sagen, der sich in der gleichen Situation befindet?“ Die meisten Male antwortete ich mit Nein. Ich habe mich gefragt, woher diese Unnachgiebigkeit mir selbst gegenüber kommt. Die Schlussfolgerung meiner Analyse ist einfach: Unsere Gesellschaft basiert auf Leistung. Wenn du nichts leistest, bist du nichts – und das ergibt überhaupt keinen Sinn, wie ich mit der Zeit gelernt habe.

Ein guter Selbstdialog muss man Tag für Tag üben. Jeder von uns sollte sich bewusst machen, dass wir immer unser Bestes geben – mit den Mitteln und der Energie, die uns zur Verfügung stehen. Manchmal müssen wir uns erlauben, weniger zu tun, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Ich habe kürzlich gelesen, dass wir am Ende unseres Lebens nur zwei Menschen glücklich machen müssen: das Kind, das wir mit acht Jahren waren, und den alten Menschen, der wir mit achtzig sein werden. Dem Kind müssen wir zeigen, dass wir alles Mögliche getan haben, um seine Träume zu verwirklichen. Dem alten Menschen sollten wir schöne Erinnerungen schenken. Das ist alles.

Sei wie ein Fluss: Fließe, egal wie dein Weg aussieht.

Come parli a te stesso conta

Il tuo dialogo interno ha un grande potere. È in grado infatti di influenzare il tuo umore.

Ho impiegato tanti anni a usare con me stessa il bastone. Fin da piccola ho sempre preteso da me molto e, quando non riuscivo a comportarmi come avrei desiderato, ero molto severa nel mio giudizio.

Con il tempo e grazie alla guida di un saggio signore greco, che altro non era che uno psicologo cognitivo comportamentale, ho imparato a essere più morbida verso te stessa.

Se si approfondisce il tema della consapevolezza, spesso si incontra la domanda: „Lo diresti a un amico che si trova nella tua stessa situazione?“. La maggior parte delle volte mi sono ritrovata a dare una risposta negativa a questo quesito. Mi sono quindi chiesta da dove arrivi questo mio essere così intransigente con me stessa. La conclusione di questa mia analisi è semplice: la nostra è una società basata sulla performance. Se non fai non sei e questo non ha assolutamente alcun senso, ho appreso con il tempo.

La gentilezza verso se stessi va praticata giorno per giorno. Ognuno di noi deve mantenere ben presente il fatto che cerchiamo sempre di fare del nostro meglio con i mezzi e l’energia che abbiamo. A volte dobbiamo darci il permesso di fare meno senza avere la coscienza sporca.

Ho letto di recente che alla fine della nostra vita dobbiamo solamente rendere due persone contente: il bambino che eravamo a otto anni e l’anziano che saremo a ottant’anni. Al bambino dobbiamo dimostrare di aver fatto il possibile per realizzare i suoi sogni, all’anziano invece dobbiamo regalare dei bei ricordi. Tutto qui.

Sii come un fiume pieno d’acqua, permettiti di scorrere nonostante il tuo corso.

Transformation

Remember the butterfly? Beautiful, right?
Caterpillars transform. They grow wings. Turn into butterflies. Magic.
Wait, no. That’s not right.
Do you know how caterpillars actually turn into butterflies?
They break themselves down into their most primordial form. They turn to ooze, a sort of butterfly soup within their own chrysalis.
Gross, right? Necessary, though.
They don’t just grow wings. They break themselves down, destroy everything that they are in order to become what they need to be. Sometimes change is messy.
Sometimes you need to break down and destroy your perception of who you are to become who you are.
Transformation isn’t always pretty. And that’s OK.
Remember the butterfly.

Jeff Chasin, Moment of Calm

Die Bedeutung, eine Aufgabe zu haben

Als ich 2015 arbeitslos war, waren die Montage für mich am schlimmsten. Ich war ohnehin schon etwas verloren, und eine Woche zu beginnen, ohne einen Arbeitsplatz zu haben, an den ich gehen konnte, machte alles noch schlimmer. Doch was mir wirklich fehlte, war nicht das Büro oder die Kollegen, sondern eine Aufgabe. Deshalb begann ich, mir jeden Abend vorzunehmen, was ich am nächsten Tag tun wollte. Einen Aktionsplan zu erstellen, rettete meine Tage.

Es ist wichtig, etwas zu tun zu haben, um das Leben dynamischer zu gestalten und sich als aktiver Teil der Gesellschaft zu fühlen. Wenn man eine Aufgabe hat, hat man automatisch einen Grund, morgens aufzustehen und die Ärmel hochzukrempeln.

Falls du nicht weißt, wo du anfangen sollst und dich überfordert fühlst, notiere dir, was du tun möchtest – beginnend mit den Dingen, die dir positive Gefühle geben. Zum Beispiel schrieb ich im Oktober 2024, bevor ich in den Mutterschutz ging, diese Liste in meine Notizen-App auf dem Smartphone. Ich wollte sicherstellen, dass ich einen sicheren Anker hatte, falls Negativität die Kontrolle über meine Stimmung übernehmen würde.

Eine positive Anmerkung: Es war nicht nötig.

L’importanza di avere un compito

Quando nel 2015 ero senza lavoro, vivevo i lunedì in maniera particolarmente negativa. Ero già per i fatti miei in balia di me stessa e iniziare una settimana senza avere un posto di lavoro dove andare mi faceva sentire peggio. Quello che mi mancava non erano però un ufficio e dei colleghi ma un compito da svolgere. Iniziai così a prefissarmi ogni sera cosa avrei voluto fare il giorno successivo. Stilare un piano di azione salvò le mie giornate.

È importante avere qualcosa da fare per vivere la vita in maniera più dinamica e sentirsi parte attiva della società. Se si ha un compito già automaticamente si ha un motivo per scendere dal letto la mattina e tirarsi su le maniche.

Se non sai da dove partire e ti senti sopraffatto, appuntati cosa desideri fare partendo dalle cose che ti infondono sensazioni positive. Io, ad esempio, nell’ottobre del 2024, prima di iniziare la maternità, ho scritto questa lista nella mia app di appunti dello smartphone. Volevo essere sicura di avere un’ancora di sicurezza a cui tornare nel caso in cui la negatività prendesse il timone del mio umore.

Nota positiva: non ce n’è stato bisogno.

Lass deine Gedanken und deinen Blick kreisen beim Gehen

Vor kurzem gab es eine Phase, in der ich beim Spazierengehen ständig etwas hören musste: ein Hörbuch, einen Podcast oder Musik. Ich brauchte immer Unterhaltung. Doch meine AirPods begannen, den Geist aufzugeben, und entluden sich mitten während meiner Spaziergänge. So war ich gezwungen, mich meinen Gedanken zu stellen und meine Umgebung bewusst wahrzunehmen. Ich fand das sehr spannend – es wurde sogar unterhaltsamer als alles, was ich zuvor gehört hatte.

In der Meditation spricht man vom Mindful Walking, vom achtsamen Gehen. Man konzentriert sich auf den Atem und beobachtet das Umfeld. Ich gehe zwar nicht immer bewusst, aber ich habe gelernt, meinen Gedanken Raum zu geben und sie mit jedem Schritt wieder verschwinden zu lassen. Neugierig beobachte ich auch meine Umgebung und nehme ihre Veränderungen wahr.

Erst vor ein paar Tagen bemerkte ich, dass auf den Feldern, wo ich oft spaziere, ein besonders aktiver Maulwurf unterwegs ist. Und heute Morgen blieb ich im Regen stehen, um zu beobachten, wie sich in den Pfützen Blasen bildeten.

Wenn ich von einem achtsamen Spaziergang zurückkomme, bin ich immer gut gelaunt und innerlich ausgeglichener. Ich habe gelernt, dass einfaches Beobachten eine sehr gute Unterhaltung für mein inneres Wohlbefinden ist.

Far girare i pensieri e lo sguardo camminando

Ho avuto di recente un periodo durante il quale, quando camminavo, dovevo costantemente ascoltare qualcosa: un audiolibro, un podcast o della musica. Avevo sempre bisogno di intrattenimento. I miei AirPods però hanno iniziato a dare segnali di cedimento, scaricandosi a metà delle mie passeggiate. Sono stata quindi obbligata a confrontarmi con i miei pensieri e a notare l’ambiente che mi circondava. Ci ho preso gusto ed è diventato addirittura più di intrattenimento di quello che ascoltavo.

Nella meditazione si parla di Mindful Walking, del camminare in modo consapevole. Ci si concentra sul respiro e si osserva. Ecco, io non è che cammini sempre in modo consapevole però ho imparato a dare spazio a ciò che mi gira nella testa facendolo sempre poi dissolvere con i miei passi. Osservo con curiosità inoltre l’ambiente che mi circonda notandone i cambiamenti.

Mi sono trovata nei giorni scorsi ad accorgermi che nei campi, dove sono solita camminare, ci sia una talpa molto attiva e, questa mattina, mi sono fermata sotto la pioggia a notare come nelle pozzanghere si formino delle bolle.

Quando rientro da una passeggiata consapevole sono sempre di umore buono e più allineata. Ho imparato che il semplice osservare è un intrattenimento più che sufficiente per il mio benessere interiore.

Una bolla nella pozzanghera

MACH EIN „ACT OF SERVICE“

Wenn ein Tag einfach nicht so läuft, wie er sollte, hilft es oft, das was auf Englisch mit „Act of Service“ beschrieben wird zu machen.

Ein Mahlzeit für die Familie kochen, eine Waschmaschine anschalten, putzen oder einfach etwas tun, das einer anderen Person guttut – all das sind „Acts of Service“, die uns wieder ins Gleichgewicht mit unserer Welt bringen können.

Sich für die eigene Familie oder Gesellschaft zu engagieren, ist sehr wichtig, um unserem Leben jenen besonderen Sinn zu geben, der uns das Gefühl der Verbundenheit mit anderen schenkt. Es lässt uns nützlich fühlen. Es tut uns gut und es tut auch denen gut, die um uns herum sind.

Wenn du dich etwas niedergeschlagen fühlst, empfehle ich dir, deine Zeit in eine sinnvolle Tätigkeit zu investieren. Das unangenehme Gefühl wird langsam verschwinden, während du dich auf die gewählte Aufgabe konzentrierst. Probier es aus!

Mettiti a servizio

Quando si ha un giorno che non ingrana nel modo giusto una cosa che aiuta sempre è quella di fare un atto di servizio.

Cucinare un pasto per la famiglia, far partire una lavatrice, pulire o semplicemente fare qualcosa che fa bene a un’altra persona. Tutti questi sono atti di servizio che possono rimetterci in equilibrio con il nostro mondo.

Mettersi al servizio della propria famiglia o della propria comunità è molto importante per dare alla nostra vita quel significato particolare che ci permette di sentirci connessi con gli altri. Ci fa sentire utili a una causa. Fa bene a noi e fa bene a chi ci sta intorno.

Se senti un certo blues nel tuo umore ti consiglio di impiegare il tuo tempo in un’attività utile, la sensazione poco piacevole scomparirà piano piano mentre ti impegni nell’attività scelta. Provaci!

Preparare una bella colazione per la famiglia nel weekend: un semplice atto di servizio.

Investiere in deine Familie und deine Freunde

Eines der Geheimnisse des Glücks, so der Experte Arthur C. Brooks, besteht darin, eine gute Beziehung zu seiner Familie und seinen Freunden zu pflegen.

Ich glaube, dass diese Aussage sehr wahr ist. Erst wenn wir von guten Menschen umgeben sind, können wir uns frei entfalten.

Für mich haben Familie und Freunde eine große Bedeutung. Da ich weit entfernt von meinen Liebsten lebe, habe ich gelernt, die Technologie zu nutzen, um meiner Familie und meinen Freunden trotzdem nah zu sein. Manchmal denke ich daran, was die Menschen, die in den 1960er- und 1970er-Jahren ins Ausland ausgewandert sind, alles verpasst haben und bei wie vielen wichtigen Momenten nicht dabei sein konnten. Deshalb bin ich sehr dankbar, in dieser modernen Zeit zu leben, in der wir Smartphone haben. So spielt die Distanz keine Rolle.

Ich schätze Menschen, die sich aktiv darum bemühen, den Kontakt aufrecht zu halten und Interesse zeigen. Doch ich habe gelernt, dass nicht alle so sind. Deshalb habe ich keine Scheu, selbst als Erste zum Telefon zu greifen. Denn ich bin der Meinung, dass nicht das Geben oder Nehmen meine Handlungen bestimmt, sondern ein aufrichtiges Interesse für den anderen.

Familie und Freunde begleiten dich auf deinem Lebensweg, und es ist wichtig, sie niemals als selbstverständlich zu betrachten. Ich lade dich daher ein, deine Beziehungen aktiv zu pflegen. Denn nur so kannst du ein hohes Maß an Zufriedenheit erreichen, das sich wie Glück anfühlt.

Das Leben ist ein Weg, den man lieber teilt.