Wenn ich laufe, dann laufe ich

Schon seit einiger Zeit denke ich über mein Verhältnis zum Smartphone nach. Falls du meinen Post von letzter Woche gelesen hast, ist dir das vielleicht aufgefallen. Mein Algorithmus weiß es wahrscheinlich auch – Instagram hat mir vor ein paar Tagen ein interessantes Video von einem meiner Lieblingsautoren zum Thema Technologie vorgeschlagen: Arthur C. Brooks. Hier der Link.

In letzter Zeit habe ich mich besonders darauf konzentriert, das Smartphone nicht zu benutzen, wenn ich unterwegs bin. Da ich weit weg von Familie und alten Freunden lebe, habe ich oft meine Freizeit an der frischen Luft genutzt, um Sprachnachrichten zu verschicken oder auf Textnachrichten zu antworten. Das hat einen besonders negativen Zug angenommen, als ich während der Elternzeit lange Spaziergänge mit dem Kinderwagen gemacht habe. Damals habe ich Podcasts oder Hörbücher mit dem Handy gehört, um mich zu unterhalten, während meine Tochter im Kinderwagen schlief. Dabei habe ich alles verpasst, was um mich herum geschah – ich war mit meinen Kopfhörern in meiner eigenen Blase. Ich gebe auch zu: Ich habe auch mehrere Blogposts geschrieben, während ich den Kinderwagen geschoben habe. Aber es war die einzige ruhige Zeit, die ich hatte.

Der Weckruf kam für mich, als ich in der Innenstadt von Weil der Stadt unterwegs war und auf zwei „Handyzombies“ traf: zwei etwa vierzehnjährige Freundinnen, die statt zu plaudern, einfach hintereinander herliefen und auf ihre Smartphone-Bildschirme starrten. Statt mit dem Finger auf sie zu zeigen, habe ich reflektiert – und gemerkt, dass ich nicht besser bin. Ich begann mich zu fragen, warum ich diese ständige Technologie-Nutzung brauchte, und kam zu dem Schluss, dass ich oft zum Smartphone griff, wenn ich nicht wusste, was ich mit meiner Zeit anfangen sollte. Also fing ich an, meine Zeit besser zu planen. Jetzt habe ich so viele To-dos, dass ich mein Handy irgendwo liegen lasse und nicht mehr daran denke.

Ich laufe, wenn ich laufe. Ich sehe mich dabei um und höre den Klängen der Natur zu. Wenn ich mit meiner Tochter unterwegs bin, die mittlerweile im Kinderwagen kaum noch schläft, ist das Smartphone für mich tabu. Ich habe die Freude am Offline-Leben wiederentdeckt – und ich glaube, das ist erst der Anfang.

Natürlich schicke ich weiterhin Sprachnachrichten, schreibe für diesen Blog und in sozialen Medien. Aber ich mache das bewusst: Ich nehme mir Zeit, um mich nur darauf zu konzentrieren. Ich stopfe damit keine Lücken.

Dieser Post soll dich daran erinnern, dass das Leben jenseits eines Bildschirms stattfindet – und es wäre wirklich Schade, es zu verpassen.

Ein Blick von einem Turm, auf den ich in Friedrichshafen bewusst gestiegen bin.

Quando cammino, cammino

È da diverso tempo che rifletto sul mio rapporto con lo smartphone. Te ne sarai accorto se hai letto il post della scorsa settimana. Il mio algoritmo probabilmente ne è anche a conoscenza, perché Instagram mi ha proposto un paio di giorni fa un video interessante di uno dei miei autori preferiti sul rapporto con la tecnologia, Arthur C. Brooks: qui il link.

Nell’ultimo periodo mi sono concentrata particolarmente sull’evitare di utilizzare lo smartphone quando cammino. Complice il fatto che vivo lontana da famiglia e amicizie di vecchia data, mi sorprendevo spesso a usare il tempo libero all’aria aperta per inviare messaggi vocali o rispondere a quelli di testo. Questo ha preso particolarmente una piega negativa quando facevo lunghe passeggiate con la carrozzina durante la maternità. Allora usavo lo smartphone per ascoltare podcast o audiolibri, intrattenendomi mentre mia figlia dormiva nel passeggino. Mi perdevo però tutto quello che accadeva nell’ambiente che mi circondava, eclissandomi con i miei auricolari. Ho anche scritto diversi post di questo blog spingendo il passeggino, lo confesso. Era però l’unico momento di tranquillità che avevo.

La doccia fredda è arrivata per me quando, camminando nel centro di Weil der Stadt, un giorno mi sono imbattuta in due “Zombie da cellulare”. Erano due amiche sui quattordici anni che, invece di chiacchierare, camminavano l’una dietro l’altra osservando lo schermo dei loro smartphone. Invece di puntare il dito contro, ho iniziato a guardarmi dentro e mi sono resa conto di non essere da meno. Ho iniziato a chiedermi il perché di questa necessità di tecnologia e sono giunta alla conclusione che spesso ricorrevo allo smartphone quando non sapevo cosa fare del mio tempo. Ho iniziato allora a pianificare il mio tempo in modo migliore. Adesso ho tanti di quei to do che il cellulare lo dimentico da qualche parte e non ci penso più.

Ho iniziato a camminare quando cammino, a guardarmi intorno e ad ascoltare i suoni della natura, sorprendendomi della loro bellezza. Quando sono con mia figlia, che ormai nel passeggino non dorme quasi più, l’uso dello smartphone è per me tabù. Ho ritrovato piacere nella vita offline e credo questo non sia che l’inizio.

Ovviamente continuo a mandare messaggi vocali, a scrivere su questo blog e sui social ma lo faccio in maniera dedicata: mi prendo del tempo per fare solo quello. Non lo inserisco come tappa buchi.

Questo post è per ricordarti che la vita è al di là di uno schermo e che perdersela sarebbe proprio un peccato.

Ma vista da una torre su cui sono salita in modo consapevole a fine giugno.

Du verpasst nichts

Ein langes Wochenende am See. Ein Bungalow auf einem Campingplatz mit Strom und Kühlschrank. Wir drei und unsere Freunde. Das Handy war immer weit weg und wurde vergessen.


Abzuschalten und im Hier und Jetzt zu leben, bringt nur Gutes. Ohne Social Media verpasst man absolut nichts.


Das Leben ist das, was du daraus machst.

Der Bodensee heute Morgen

Non ti perdi niente

Un weekend lungo, fuoriporta, al lago. Un bungalow in un campeggio con corrente e un frigorifero. Noi tre e i nostri amici. Il cellulare lasciato sempre lontano e dimenticato.

A staccare la spina e a concentrarsi sul presente ci si guadagna solamente. A non connettersi su social media non si perde assolutamente nulla.

La vita è quello che ne fai.

Il lago di Costanza

Ohne Make-up

In ihrem neuesten Buch „All the way to the River“ erzählt Elizabeth Gilbert, dass sie seit dem Tod ihrer Lebensgefährtin beschlossen hat, sich nicht mehr zu schminken. Eine bewusste Entscheidung, um sich von der Sklaverei zu befreien, perfekt sein zu müssen – ein Ideal, das die Gesellschaft uns Frauen aufzwingt.

Während meiner Schwangerschaft habe ich viel darüber nachgedacht, welches Frauenbild ich meiner Tochter vorleben möchte. Und ich bin zum gleichen Schluss gekommen. Seit nun fast eineinhalb Jahren trage ich kein Make-up mehr. Das heißt nicht, dass ich mich nicht pflege. Es bedeutet nur, dass ich keine Produkte mehr verwende, die mein Aussehen verändern.

Warum sollte ich mein Bild täuschen, nur um Stereotypen zu entsprechen, die mir die Gesellschaft aufdrängt – und in denen ich mich nicht wiederfinde?

Wenn ich unterwegs bin, sehe ich junge Frauen, die sich in diesem gesellschaftlichen Zwang verlieren, und ich kann es nicht fassen. Make-up soll die kleinen Unvollkommenheiten verdecken, die uns doch erst menschlich machen. Gerade unsere Menschlichkeit ist es aber, die wir am meisten wertschätzen sollten.

Frag dich: Warum schminke ich mich? Und wenn dir die Antwort nicht gefällt, dann denk daran – es ist nie zu spät, seine Gewohnheiten zu ändern.

Ein Selfie von mir kurz bevor ich angefangen habe, diesen Post zu schreiben: Ohne Make-up und ohne Täuschung.

Senza trucco

Nel suo ultimo libro ‚All the way to the river‘, Elizabeth Gilbert racconta che, da quando ha iniziato a prendersi cura di se stessa dopo la morte della sua compagna, ha smesso di truccarsi. Lo ha scelto per liberarsi da quella schiavitù del raggiungere la perfezione che la società cerca di imporre a noi donne.

Durante la mia maternità ho pensato molto all’esempio di donna che desidero essere per mia figlia e sono giunta alla stessa conclusione. Ormai da quasi un anno e mezzo ho smesso di truccarmi, che non vuol dire che non mi prenda cura di me. Significa solamente che non applico prodotti che cambiano il mio aspetto.

Perché nascondersi e cambiare la propria immagine naturale per seguire stereotipi che la società ci impone e in cui io non mi rivedo?

Camminando noto ragazze davvero perse in questa costrizione sociale e non mi capacito. Il trucco cerca di coprire quelle imperfezioni che tanto ci rendono umani. La nostra umanità è invece una delle cose che dovremmo tenerci più strette.

Chiediti perché ti trucchi e se non ti soddisfa la risposta ricorda che sei sempre in tempo per cambiare abitudine.

Un mio selfie poco prima di scrivere questo post, senza trucco ne inganno.

Teilen

„Teilen“ war eines der ersten Verben, die ich Dominik auf Italienisch beigebracht habe. Er, der als Einzelkind alles für sich allein hatte, hat während unserer Beziehung so viele Momente und Dinge mit mir geteilt.


In letzter Zeit teile ich etwas, von dem ich dachte, es würde nur mich interessieren: mein Meditationskissen.


Seit unsere Tochter selbstständig sitzen und sich wieder aufrichten kann, hat mein Meditationskissen eine neue Bestimmung gefunden. Es ist zu einer Leseecke geworden. Unsere Tochter wählt ein Buch vom Regal aus, trägt es durch das ganze Zimmer, setzt sich auf das Meditationskissen und wartet darauf, dass ich ihr den Inhalt vorlese. Dieses Ritual wiederholen wir viele Male über den Tag verteilt. Das Lesen ist ihre große Leidenschaft, und ich freue mich, dass sie sich auf meinem Kissen – das jetzt auch ein bisschen ihr eigenes ist – wohlfühlt.


Wenn ein neues Leben in dein Leben kommt, verändert es dessen Bedeutung – und aus diesem neuen Zusammenspiel entsteht immer etwas Einzigartiges.

Unser Meditationskissen

Condividere

„Condividere“ è stato uno dei primi verbi che ho insegnato a Dominik in italiano. Lui che, da figlio unico, ha sempre avuto tutto per se ma durante la nostra relazione ha condiviso con me tanti momenti e tante cose.

Io nell’ultimo periodo sto condividendo un oggetto che pensavo fosse solo interessante per me: il mio cuscino da meditazione.

Da quando nostra figlia sa sedersi e rialzarsi autonomamente, il mio cuscino da meditazione ha ampliato la sua funzione. È diventato postazione di lettura. Nostra figlia sceglie un libro dallo scaffale, lo porta a passeggio per tutta la sala, si siede sul cuscino da meditazione e aspetta che io legga ad alta voce il contenuto del libro. Ripetiamo questo flow molte volte durante l’arco della giornata. La lettura è per lei una grande passione e io sono felice che si senta comoda sul mio cuscino che adesso è un po‘ anche suo.

Quando una nuova vita entra nella tua ne stravolge il significato e, da questo nuovo incastro, nasce sempre qualcosa di unico.

Il nostro cuscino di meditazione

Wie kann ich helfen?

Gestern ist es mir wieder passiert: Das Leben hat mir genau das vor Augen geführt, was ich brauchte.

Ich stand an der Selbstbedienungskasse im Supermarkt, als mich das Gespräch eines Angestellten mit einer Kundin vom Einpacken ablenkte.

Es war ein junger Mann, wahrscheinlich ein Student, der sich in seinem Nebenjob als Verkäufer im Supermarkt von Weil der Stadt etwas dazuverdient. „Wie kann ich helfen?“ fragte er freundlich eine ältere Dame, die – um die Schlange zu vermeiden – sich vermutlich zum ersten Mal an der Selbstbedienungskasse versuchte. Eine einfache, höfliche Frage, die einen Gedanken ausdrückte, der mir sehr am Herzen liegt. Eine Frage, die viele andere impliziert: „Wie kann ich anderen behilflich sein?“ „Wie kann ich mit meinen Handlungen etwas Positives in der Gesellschaft beitragen?“ „Wie kann ich meine Arbeit so ausführen, dass ich freundlich und fürsorglich gegenüber anderen bin?“

Ich glaube, dass das Leben einen anderen Geschmack hat, wenn unsere Handlungen nicht darauf abzielen, unser Ego zu befriedigen. Wenn wir bescheiden genug sind, um andere zu dienen, werden wir in dem, was wir tun, einen größeren Sinn erkennen. Wenn wir in der Lage sind, uns selbst zurückzunehmen – indem wir uns nicht an die erste Stelle setzen – werden wir spüren, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind.

Dieser junge Mann im Supermarkt hat genau das getan: Er hat sich zur Verfügung gestellt und seine Aufgabe freundlich und respektvoll gegenüber der Person erfüllt, die vor ihm stand.

Freundlichkeit ist eine Fähigkeit, die man üben kann – und die uns spüren lässt, Teil von etwas Größerem zu sein.

Come posso essere d’aiuto?

Ieri mi è accaduto nuovamente: la vita mi ha fatto notare proprio quello di cui avevo bisogno.

Ero alle casse self-service del supermercato, quando sentire il commesso relazionarsi con una cliente mi ha distratto dal mio impacchettare.

Era un ragazzo giovane, probabilmente uno studente, che, per arrotondare, lavora come commesso al supermercato di Weil der Stadt. “Come posso essere d’aiuto?” chiese gentilmente a una signora anziana che, per non fare la coda, si era cimentata, forse per la prima volta, con la cassa self-service. Una domanda semplice e gentile che rappresentava a parole un pensiero a me caro. Una domanda che ne implica tante altre. “Come posso io mettermi a servizio di qualcun altro?”. “Come posso io con le mie azioni essere utile alla società?”. “Come posso svolgere il mio lavoro in modo gentile e premuroso verso gli altri?”.

Io credo che la vita abbia un altro sapore se le nostre azioni non sono rivolte a soddisfare il nostro ego. Se siamo umili abbastanza da metterci al servizio del prossimo, vedremo in ciò che compiamo un senso più grande. Se siamo in grado di rimpicciolirci, non mettendoci in cima alla lista, saremo capaci di sentirci parte di un insieme più grande.

Quel ragazzo al supermercato ha fatto proprio questo: si è messo a disposizione, svolgendo il suo compito in modo gentile e rispettoso verso chi gli stava di fronte.

La gentilezza è una qualità che può essere allenata e che ci permette di sentirci parte di qualcosa di più grande