Du verpasst nichts

Ein langes Wochenende am See. Ein Bungalow auf einem Campingplatz mit Strom und Kühlschrank. Wir drei und unsere Freunde. Das Handy war immer weit weg und wurde vergessen.


Abzuschalten und im Hier und Jetzt zu leben, bringt nur Gutes. Ohne Social Media verpasst man absolut nichts.


Das Leben ist das, was du daraus machst.

Der Bodensee heute Morgen

Non ti perdi niente

Un weekend lungo, fuoriporta, al lago. Un bungalow in un campeggio con corrente e un frigorifero. Noi tre e i nostri amici. Il cellulare lasciato sempre lontano e dimenticato.

A staccare la spina e a concentrarsi sul presente ci si guadagna solamente. A non connettersi su social media non si perde assolutamente nulla.

La vita è quello che ne fai.

Il lago di Costanza

Ohne Make-up

In ihrem neuesten Buch „All the way to the River“ erzählt Elizabeth Gilbert, dass sie seit dem Tod ihrer Lebensgefährtin beschlossen hat, sich nicht mehr zu schminken. Eine bewusste Entscheidung, um sich von der Sklaverei zu befreien, perfekt sein zu müssen – ein Ideal, das die Gesellschaft uns Frauen aufzwingt.

Während meiner Schwangerschaft habe ich viel darüber nachgedacht, welches Frauenbild ich meiner Tochter vorleben möchte. Und ich bin zum gleichen Schluss gekommen. Seit nun fast eineinhalb Jahren trage ich kein Make-up mehr. Das heißt nicht, dass ich mich nicht pflege. Es bedeutet nur, dass ich keine Produkte mehr verwende, die mein Aussehen verändern.

Warum sollte ich mein Bild täuschen, nur um Stereotypen zu entsprechen, die mir die Gesellschaft aufdrängt – und in denen ich mich nicht wiederfinde?

Wenn ich unterwegs bin, sehe ich junge Frauen, die sich in diesem gesellschaftlichen Zwang verlieren, und ich kann es nicht fassen. Make-up soll die kleinen Unvollkommenheiten verdecken, die uns doch erst menschlich machen. Gerade unsere Menschlichkeit ist es aber, die wir am meisten wertschätzen sollten.

Frag dich: Warum schminke ich mich? Und wenn dir die Antwort nicht gefällt, dann denk daran – es ist nie zu spät, seine Gewohnheiten zu ändern.

Ein Selfie von mir kurz bevor ich angefangen habe, diesen Post zu schreiben: Ohne Make-up und ohne Täuschung.

Senza trucco

Nel suo ultimo libro ‚All the way to the river‘, Elizabeth Gilbert racconta che, da quando ha iniziato a prendersi cura di se stessa dopo la morte della sua compagna, ha smesso di truccarsi. Lo ha scelto per liberarsi da quella schiavitù del raggiungere la perfezione che la società cerca di imporre a noi donne.

Durante la mia maternità ho pensato molto all’esempio di donna che desidero essere per mia figlia e sono giunta alla stessa conclusione. Ormai da quasi un anno e mezzo ho smesso di truccarmi, che non vuol dire che non mi prenda cura di me. Significa solamente che non applico prodotti che cambiano il mio aspetto.

Perché nascondersi e cambiare la propria immagine naturale per seguire stereotipi che la società ci impone e in cui io non mi rivedo?

Camminando noto ragazze davvero perse in questa costrizione sociale e non mi capacito. Il trucco cerca di coprire quelle imperfezioni che tanto ci rendono umani. La nostra umanità è invece una delle cose che dovremmo tenerci più strette.

Chiediti perché ti trucchi e se non ti soddisfa la risposta ricorda che sei sempre in tempo per cambiare abitudine.

Un mio selfie poco prima di scrivere questo post, senza trucco ne inganno.

Teilen

„Teilen“ war eines der ersten Verben, die ich Dominik auf Italienisch beigebracht habe. Er, der als Einzelkind alles für sich allein hatte, hat während unserer Beziehung so viele Momente und Dinge mit mir geteilt.


In letzter Zeit teile ich etwas, von dem ich dachte, es würde nur mich interessieren: mein Meditationskissen.


Seit unsere Tochter selbstständig sitzen und sich wieder aufrichten kann, hat mein Meditationskissen eine neue Bestimmung gefunden. Es ist zu einer Leseecke geworden. Unsere Tochter wählt ein Buch vom Regal aus, trägt es durch das ganze Zimmer, setzt sich auf das Meditationskissen und wartet darauf, dass ich ihr den Inhalt vorlese. Dieses Ritual wiederholen wir viele Male über den Tag verteilt. Das Lesen ist ihre große Leidenschaft, und ich freue mich, dass sie sich auf meinem Kissen – das jetzt auch ein bisschen ihr eigenes ist – wohlfühlt.


Wenn ein neues Leben in dein Leben kommt, verändert es dessen Bedeutung – und aus diesem neuen Zusammenspiel entsteht immer etwas Einzigartiges.

Unser Meditationskissen

Condividere

„Condividere“ è stato uno dei primi verbi che ho insegnato a Dominik in italiano. Lui che, da figlio unico, ha sempre avuto tutto per se ma durante la nostra relazione ha condiviso con me tanti momenti e tante cose.

Io nell’ultimo periodo sto condividendo un oggetto che pensavo fosse solo interessante per me: il mio cuscino da meditazione.

Da quando nostra figlia sa sedersi e rialzarsi autonomamente, il mio cuscino da meditazione ha ampliato la sua funzione. È diventato postazione di lettura. Nostra figlia sceglie un libro dallo scaffale, lo porta a passeggio per tutta la sala, si siede sul cuscino da meditazione e aspetta che io legga ad alta voce il contenuto del libro. Ripetiamo questo flow molte volte durante l’arco della giornata. La lettura è per lei una grande passione e io sono felice che si senta comoda sul mio cuscino che adesso è un po‘ anche suo.

Quando una nuova vita entra nella tua ne stravolge il significato e, da questo nuovo incastro, nasce sempre qualcosa di unico.

Il nostro cuscino di meditazione

Wie kann ich helfen?

Gestern ist es mir wieder passiert: Das Leben hat mir genau das vor Augen geführt, was ich brauchte.

Ich stand an der Selbstbedienungskasse im Supermarkt, als mich das Gespräch eines Angestellten mit einer Kundin vom Einpacken ablenkte.

Es war ein junger Mann, wahrscheinlich ein Student, der sich in seinem Nebenjob als Verkäufer im Supermarkt von Weil der Stadt etwas dazuverdient. „Wie kann ich helfen?“ fragte er freundlich eine ältere Dame, die – um die Schlange zu vermeiden – sich vermutlich zum ersten Mal an der Selbstbedienungskasse versuchte. Eine einfache, höfliche Frage, die einen Gedanken ausdrückte, der mir sehr am Herzen liegt. Eine Frage, die viele andere impliziert: „Wie kann ich anderen behilflich sein?“ „Wie kann ich mit meinen Handlungen etwas Positives in der Gesellschaft beitragen?“ „Wie kann ich meine Arbeit so ausführen, dass ich freundlich und fürsorglich gegenüber anderen bin?“

Ich glaube, dass das Leben einen anderen Geschmack hat, wenn unsere Handlungen nicht darauf abzielen, unser Ego zu befriedigen. Wenn wir bescheiden genug sind, um andere zu dienen, werden wir in dem, was wir tun, einen größeren Sinn erkennen. Wenn wir in der Lage sind, uns selbst zurückzunehmen – indem wir uns nicht an die erste Stelle setzen – werden wir spüren, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind.

Dieser junge Mann im Supermarkt hat genau das getan: Er hat sich zur Verfügung gestellt und seine Aufgabe freundlich und respektvoll gegenüber der Person erfüllt, die vor ihm stand.

Freundlichkeit ist eine Fähigkeit, die man üben kann – und die uns spüren lässt, Teil von etwas Größerem zu sein.

Come posso essere d’aiuto?

Ieri mi è accaduto nuovamente: la vita mi ha fatto notare proprio quello di cui avevo bisogno.

Ero alle casse self-service del supermercato, quando sentire il commesso relazionarsi con una cliente mi ha distratto dal mio impacchettare.

Era un ragazzo giovane, probabilmente uno studente, che, per arrotondare, lavora come commesso al supermercato di Weil der Stadt. “Come posso essere d’aiuto?” chiese gentilmente a una signora anziana che, per non fare la coda, si era cimentata, forse per la prima volta, con la cassa self-service. Una domanda semplice e gentile che rappresentava a parole un pensiero a me caro. Una domanda che ne implica tante altre. “Come posso io mettermi a servizio di qualcun altro?”. “Come posso io con le mie azioni essere utile alla società?”. “Come posso svolgere il mio lavoro in modo gentile e premuroso verso gli altri?”.

Io credo che la vita abbia un altro sapore se le nostre azioni non sono rivolte a soddisfare il nostro ego. Se siamo umili abbastanza da metterci al servizio del prossimo, vedremo in ciò che compiamo un senso più grande. Se siamo in grado di rimpicciolirci, non mettendoci in cima alla lista, saremo capaci di sentirci parte di un insieme più grande.

Quel ragazzo al supermercato ha fatto proprio questo: si è messo a disposizione, svolgendo il suo compito in modo gentile e rispettoso verso chi gli stava di fronte.

La gentilezza è una qualità che può essere allenata e che ci permette di sentirci parte di qualcosa di più grande

SPRICH DARÜBER MIT JEMANDEM

Ich höre gerade Elizabeth Gilberts neues Buch „All the way to the river“ und bin wirklich gefesselt. Die Geschichte ist herzzerreißend, echt und voller Leben. Die Autorin öffnet sich ihren Leser:innen gegenüber mit Mut und Authentizität. Sie behandelt das Thema Abhängigkeit – sei es in der Liebe oder von Suchtmitteln – direkt und ohne Vorurteile. Noch nie habe ich jemanden so offen darüber sprechen hören.

Ich teile Elizabeth Gilberts Überzeugung: Wenn dich etwas so sehr belastet, dass du deine innere Ruhe verlierst, ist das Beste, was du tun kannst, darüber zu sprechen. Sich mit einem Freund oder einer Freundin zu öffnen, kann dich retten. Deine Gedanken und Sorgen laut auszusprechen und sie mit einer vertrauten Person zu teilen, wird dir helfen, die Last zu erleichtern.

Behalte nicht alles für dich – sonst grübelst du nur. Erzähle von dem, was dich beschäftigt. Vielleicht findest du bei deinem Zuhörer nicht die Lösung, aber bestimmt jemanden, auf den du dich verlassen kannst, um gemeinsam den Weg bis zur nächsten Etappe zu gehen.

Wir sind alle Blumen desselben Gartens.

Parlane con qualcuno

Sto ascoltando l’ultimo libro di Elizabeth Gilbert ‚All the way to the river‘ e ne sono davvero catturata. La storia è struggente, vera e semplicemente piena di vita. L’autrice si apre con i suoi lettori allo stesso tempo in modo coraggioso e autentico. Tratta il tema della dipendenza, amorosa e da sostanze stupefacenti, in un modo schietto e privo di giudizio. Non ho mai sentito qualcuno parlarne così finora in vita mia.

Condivido con Elizabeth Gilbert l’idea che, quando c’è qualcosa che ti turba talmente tanto da perdere la tua calma interiore, l’azione migliore che tu possa fare è parlarne con qualcuno. Aprirti con un amico può salvarti. Esprimere il tuo pensiero e le tue preoccupazioni a voce alta, condividendoli con una persona fidata, ti permetterà di alleggerire il carico.

Non tenere tutto dentro, finirai per rimuginare. Racconta quello che ti impegna la testa. Troverai in chi ti ascolta magari non la soluzione ma sicuramente una persona su cui contare per condividere il cammino fino alla tua prossima tappa.

Siamo tutti fiori dello stesso giardino