Sei mutig

Diese Woche, als ich durch die Straßen der Innenstadt von Weil der Stadt spazierte, konnte ich eine interessante Szene beobachten. Zwei kleine Mädchen rannten und machten einen Hindernislauf. Irgendwann sprang das erste der beiden zwischen zwei Brettern, während das zweite blieb unsicher am Rand des ersten Bretts stehen. Sie ging zurück, versuchte erneut Anlauf zu nehmen, und blieb wieder stehen. Da machte die andere ihr Mut: „Spring einfach, denk nicht nach, Lara! Spring einfach! Du schaffst das!“. Doch als sie bemerkte, dass ihre Freundin weiterhin zögerte, schlug sie vor, die Runde von vorne zu beginnen. Als sie jedoch wieder zum ersten Brett ankamen, blieb Lara erneut stehen. Ich setzte meinen Spaziergang fort und weiß nicht, wie die Geschichte ausgegangen ist.

Diese scheinbar einfache Szene ließ mich darüber nachdenken, wie oft wir von unserem Verstand gefangen sind. Unser Kopf sieht Gefahren, die nicht immer real sind, und bremst uns. Doch nur, wenn wir diese Blockade überwinden, haben wir die Chance zu wachsen. Indem wir unseren Verstand herausfordern und ihm zeigen, dass wir die Grenzen, die er uns setzen will, überwinden können, gelingt es uns, uns zu befreien und zu einer mutigen Person zu werden.

Das ist eine Fähigkeit, die wir üben müssen und die uns hilft, das Vertrauen in uns selbst zu stärken.

Ich hoffe, Lara hat die Kraft gefunden, zu springen – indem sie für einen Moment nicht auf ihren Kopf hörte und sich dem Leben anvertraute.

Das ist der Platz, wo die Mädchen liefen

Scegli di essere coraggioso

L’altro giorno, camminando per le vie del centro di Weil der Stadt, ho assistito a una scena particolarmente interessante. C’erano due bambine che stavano correndo e facendo un percorso a ostacoli. A un certo punto la prima delle due salta tra due pedane mentre la seconda si irrigidisce e si ferma al bordo della prima pedana. Torna indietro, cerca di riprendere la rincorsa, e si blocca di nuovo. L’altra, allora, cerca di darle coraggio: „Salta, non ci pensare, Lara! Semplicemente salta! Vedi che ci riesci!“. Osservando però che la sua amica rimaneva ferma, le propose di ricominciare il giro. Arrivate alla pedana però Lara si bloccò di nuovo. Io poi ho continuato la mia passeggiata e non so come sia andata a finire.

Questa scena, apparentemente semplice, mi ha fatto pensare a quante volte siamo ‚mente-catti‘, ossia catturati dalla mente. La nostra testa vede pericoli non sempre reali e cerca di fermare le nostre azioni per proteggerci. Solo superando il suo blocco però abbiamo la possibilità di crescere. Sfidando la mente e dimostrandole che siamo in grado di superare il limite che cerca di imporci, riusciamo a spiccare il volo diventando una persona coraggiosa.

Questa è un’abilità che dobbiamo esercitare e che ci permette di accrescere la fiducia nei nostri mezzi.

Spero Lara abbia trovato la forza di saltare non ascoltando per un attimo la sua testa e affidandosi alla vita.

In questa piazza ho osservato la scena delle due bambine

Schau dich um und biete deine Hilfe an

„Brauchen Sie Hilfe?“, fragte mich gestern ein Junge, als er sah, wie ich mich bemühte, den Kinderwagen meiner Tochter durch die Eingangstür einer öffentlichen Toilette zu schieben. Kaum hatte er die Frage gestellt, schaffte ich es jedoch, die Schwelle zu überwinden und den Eingang zu erreichen.

Dieser Junge hat – vielleicht ohne es zu merken – etwas sehr Schönes getan: Er hat seine Umgebung beobachtet und versucht, sie für die Menschen um ihn herum einfacher zu gestalten. Das ist eine Eigenschaft, die jeder von uns öfter praktizieren sollte.

Wie oft laufen wir mit dem Blick auf das Handy oder grenzen uns mit Kopfhörern aus? Dabei verpassen wir alles, was live um uns herum passiert.

Ich lade dich ein, in der kommenden Woche achtsam zu gehen, dich umzuschauen und es diesem Jungen gleichzutun – indem du dich in deiner Gemeinde engagierst. Ich bin überzeugt, dass du dadurch bereichert wirst. Es lohnt sich, es zu versuchen, oder?

Die öffentliche Toilette am Carlo-Schmid-Platz

Guardati attorno e mettiti a servizio

„Ha bisogno di aiuto?“, mi ha chiesto ieri un ragazzo gentile mentre mi vedeva in difficoltà a far entrare il passeggino di mia figlia nella porta di ingresso di un bagno pubblico. Appena ha pronunciato la domanda, sono riuscita però a superare l’ostacolo del rialzo della porta entrando nell‘ingresso del bagno.

Quel ragazzo senza, forse neanche rendersene conto, ha fatto un gesto molto bello: ha osservato la realtà che lo circondava cercando di rendersi utile per renderla più semplice a chi gli stava intorno. Questa è una qualità che ognuno di noi dovrebbe praticare più spesso.

Quante volte andiamo in giro con lo sguardo rivolto al telefono o ci isoliamo ascoltando qualcosa nelle cuffie? Così facendo però ci perdiamo tutto ciò che accade dal vivo lì dove siamo.

La prossima settimana ti invito a camminare in modo consapevole, a guardarti attorno e a fare come quel ragazzo mettendoti al servizio della tua comunità. Secondo me ne uscirai arricchito. Vale la pena provare, no?!

I bagni pubblici alla Carlo-Schmid-Platz di Weil der Stadt

Über Landtagswahlen und Briefwahl

In Baden-Württemberg stehen die Landtagswahlen an: Morgen wird ein neues Landesparlament und ein neuer Ministerpräsident gewählt. Ich selbst darf nicht wählen, da ich keine deutsche Staatsbürgerin bin. Mein Favorit ist jedoch ein Politiker, Sohn türkischer Migranten, der unter der Regierung von Olaf Scholz auch Bundesminister für Landwirtschaft war und einen schwäbischen Dialekt spricht, den ich wahrscheinlich nie in meinem Leben beherrschen werde. Sein Name ist Cem Özdemir, und er gehört der Partei Bündnis 90/Die Grünen an.

Bei den Bundestagswahlen 2018 hörte ich ihn live in der Stadtbibliothek Stuttgart-West. Was mich besonders beeindruckte, war seine herausragende Rhetorik. Als jemand, der Dolmetschen und Kommunikation studiert hat, achte ich immer auf die kommunikativen Fähigkeiten von Rednern. Cem Özdemir kann überzeugend sprechen, und ich glaube, er hat in seiner politischen Karriere einen Punkt erreicht, an dem er bereit ist, ein Land wie Baden-Württemberg zu führen – eine Region, die dringend wirtschaftlichen Wandel braucht. Doch heute möchte ich nicht über Cem Özdemir schreiben.

Was mich fasziniert, ist die Art und Weise, wie die Deutschen an der Demokratie teilhaben. Hier ist die Briefwahl einfach zu beantragen und jedem Wahlberechtigten ohne Angabe von Gründen garantiert. In Italien ist das nicht möglich. Nur im Ausland lebende Italiener wie ich haben automatisch das Recht zur Briefwahl.

Man kann sich also nicht wundern, dass die Wahlbeteiligung in Italien so niedrig ist. In Deutschland ist die Briefwahl eine erfolgreiche Strategie, um die Wahlbeteiligung relativ hoch zu halten.

Wenn es eine Sache gibt, die Italien meiner Meinung nach von Deutschland übernehmen könnte, dann ist es die Möglichkeit der Briefwahl für alle Wahlberechtigten. Davon würde vor allem die italienische Demokratie profitieren – und wer weiß, vielleicht sähe das Wahlergebnis dann anders aus.

Di elezioni regionali e di voto postale

È tempo di elezioni regionali qui in Baden-Württemberg: si vota domani un nuovo parlamento regionale e un nuovo presidente della regione.

Io non posso votare non essendo cittadina tedesca. Il mio candidato del cuore però è un politico figlio di migranti turchi, che è stato anche ministro dell’agricoltura durante il governo di Olaf Scholz e che parla uno svevo che io probabilmente non riuscirò mai a parlare in vita mia. Si chiama Cem Özdemir e appartiene al partito dei Verdi.

Durante le elezioni parlamentari del 2018, lo ascoltai dal vivo alla Biblioteca di Stoccarda Ovest. A catturare la mia attenzione fu la sua grande dialettica. Io, che ho studiato Interpretariato e Comunicazione, presto sempre molta attenzione alle capacità comunicative di chi parla davanti a un pubblico. Cem Özdemir sa parlare e credo sia arrivato a un punto tale nella sua carriera politica da essere pronto a guidare una regione così bisognosa di cambiamento economico come quella del Baden-Württemberg. Non è però un inno a Cem Özdemir quello che desidero scrivere oggi.

Una cosa mi affascina del modo in cui i tedeschi partecipano alla democrazia. Qui il voto per posta è facile da richiedere ed è garantito a ogni avente diritto al voto senza bisogno di dare motivazioni particolari. In Italia, invece, questo non è possibile. Solo i residenti all’estero come me ne hanno diritto automatico.

Non ci si può allora però stupire della bassa affluenza degli italiani alle urne. In Germania permettere ai cittadini di votare per posta è una strategia che funziona. La partecipazione alle elezioni risulta sempre relativamente alta.

Se c’è una cosa che secondo me l’Italia potrebbe prendere a esempio dalla Germania è quella di rendere il voto postale possibile per ogni avente diritto al voto. Ne gioverebbe per prima la democrazia italiana e magari chissà, il risultato elettorale sarebbe differente.

Il mio voto per il Referendum 2026

Wie du mit dir selbst sprichst, zählt

Dein innerer Dialog hat große Macht, denn er kann deine Stimmung beeinflussen.

Ich habe viele Jahre damit verbracht, scharfe Kritik mit mir selbst zu üben. Schon als kleines Kind habe ich immer viel von mir verlangt, und wenn ich mich nicht so verhalten habe, wie ich es mir gewünscht hätte, war ich sehr streng in meinem Urteil.

Mit der Zeit und dank der Hilfe eines weisen griechischen Herrn – der in Wahrheit ein kognitiver Verhaltenstherapeut war – habe ich gelernt, sanfter zu mir selbst zu sein.

Wenn man sich mit dem Thema Achtsamkeit beschäftigt, stößt man oft auf die Frage: „Würdest du das auch zu einem Freund sagen, der sich in der gleichen Situation befindet?“ Die meisten Male antwortete ich mit Nein. Ich habe mich gefragt, woher diese Unnachgiebigkeit mir selbst gegenüber kommt. Die Schlussfolgerung meiner Analyse ist einfach: Unsere Gesellschaft basiert auf Leistung. Wenn du nichts leistest, bist du nichts – und das ergibt überhaupt keinen Sinn, wie ich mit der Zeit gelernt habe.

Ein guter Selbstdialog muss man Tag für Tag üben. Jeder von uns sollte sich bewusst machen, dass wir immer unser Bestes geben – mit den Mitteln und der Energie, die uns zur Verfügung stehen. Manchmal müssen wir uns erlauben, weniger zu tun, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Ich habe kürzlich gelesen, dass wir am Ende unseres Lebens nur zwei Menschen glücklich machen müssen: das Kind, das wir mit acht Jahren waren, und den alten Menschen, der wir mit achtzig sein werden. Dem Kind müssen wir zeigen, dass wir alles Mögliche getan haben, um seine Träume zu verwirklichen. Dem alten Menschen sollten wir schöne Erinnerungen schenken. Das ist alles.

Sei wie ein Fluss: Fließe, egal wie dein Weg aussieht.

Come parli a te stesso conta

Il tuo dialogo interno ha un grande potere. È in grado infatti di influenzare il tuo umore.

Ho impiegato tanti anni a usare con me stessa il bastone. Fin da piccola ho sempre preteso da me molto e, quando non riuscivo a comportarmi come avrei desiderato, ero molto severa nel mio giudizio.

Con il tempo e grazie alla guida di un saggio signore greco, che altro non era che uno psicologo cognitivo comportamentale, ho imparato a essere più morbida verso te stessa.

Se si approfondisce il tema della consapevolezza, spesso si incontra la domanda: „Lo diresti a un amico che si trova nella tua stessa situazione?“. La maggior parte delle volte mi sono ritrovata a dare una risposta negativa a questo quesito. Mi sono quindi chiesta da dove arrivi questo mio essere così intransigente con me stessa. La conclusione di questa mia analisi è semplice: la nostra è una società basata sulla performance. Se non fai non sei e questo non ha assolutamente alcun senso, ho appreso con il tempo.

La gentilezza verso se stessi va praticata giorno per giorno. Ognuno di noi deve mantenere ben presente il fatto che cerchiamo sempre di fare del nostro meglio con i mezzi e l’energia che abbiamo. A volte dobbiamo darci il permesso di fare meno senza avere la coscienza sporca.

Ho letto di recente che alla fine della nostra vita dobbiamo solamente rendere due persone contente: il bambino che eravamo a otto anni e l’anziano che saremo a ottant’anni. Al bambino dobbiamo dimostrare di aver fatto il possibile per realizzare i suoi sogni, all’anziano invece dobbiamo regalare dei bei ricordi. Tutto qui.

Sii come un fiume pieno d’acqua, permettiti di scorrere nonostante il tuo corso.

Transformation

Remember the butterfly? Beautiful, right?
Caterpillars transform. They grow wings. Turn into butterflies. Magic.
Wait, no. That’s not right.
Do you know how caterpillars actually turn into butterflies?
They break themselves down into their most primordial form. They turn to ooze, a sort of butterfly soup within their own chrysalis.
Gross, right? Necessary, though.
They don’t just grow wings. They break themselves down, destroy everything that they are in order to become what they need to be. Sometimes change is messy.
Sometimes you need to break down and destroy your perception of who you are to become who you are.
Transformation isn’t always pretty. And that’s OK.
Remember the butterfly.

Jeff Chasin, Moment of Calm

Die Bedeutung, eine Aufgabe zu haben

Als ich 2015 arbeitslos war, waren die Montage für mich am schlimmsten. Ich war ohnehin schon etwas verloren, und eine Woche zu beginnen, ohne einen Arbeitsplatz zu haben, an den ich gehen konnte, machte alles noch schlimmer. Doch was mir wirklich fehlte, war nicht das Büro oder die Kollegen, sondern eine Aufgabe. Deshalb begann ich, mir jeden Abend vorzunehmen, was ich am nächsten Tag tun wollte. Einen Aktionsplan zu erstellen, rettete meine Tage.

Es ist wichtig, etwas zu tun zu haben, um das Leben dynamischer zu gestalten und sich als aktiver Teil der Gesellschaft zu fühlen. Wenn man eine Aufgabe hat, hat man automatisch einen Grund, morgens aufzustehen und die Ärmel hochzukrempeln.

Falls du nicht weißt, wo du anfangen sollst und dich überfordert fühlst, notiere dir, was du tun möchtest – beginnend mit den Dingen, die dir positive Gefühle geben. Zum Beispiel schrieb ich im Oktober 2024, bevor ich in den Mutterschutz ging, diese Liste in meine Notizen-App auf dem Smartphone. Ich wollte sicherstellen, dass ich einen sicheren Anker hatte, falls Negativität die Kontrolle über meine Stimmung übernehmen würde.

Eine positive Anmerkung: Es war nicht nötig.