Familienzimmer

Ich schreibe nicht oft über meine Rolle als Mutter, aber es gibt eine Sache, die ich hier teilen möchte, weil sie den Beginn unseres Lebens als Eltern erleichtert hat.

In Deutschland besteht – sofern verfügbar – die Möglichkeit, im Krankenhaus ein Familienzimmer für die Zeit nach der Geburt zu beantragen. Für uns war das möglich und wir waren sehr dankbar dafür. Ich musste mich nicht alleine um die Neugeborene kümmern und ihr Papa konnte von Anfang an eine starke Bindung zu ihr aufbauen. Meiner Meinung nach haben wir so leichter unsere Dynamik als Familie gefunden.

Es gab auch lustige Momente: Als frischgebackene Mama wurde ich von der Krankenhausküche wie eine Königin behandelt, um meinen Körper beim Stillen zu unterstützen – während Dominik nur das vegetarische Menü bekam und neidisch auf meinen Muffin auf dem Tablett blickte.

Für mich war dieses Familienzimmer ein echter Game-Changer. Wir konnten uns organisieren und ausruhen, wie wir wollten, ohne die Bedürfnisse anderer beachten zu müssen.

Natürlich ist das nicht immer möglich und es kostet einen Aufpreis – aber meiner Meinung nach lohnt es sich.

Ich schreibe darüber, weil ich es wichtig finde, zu zeigen, was hier gut funktioniert, um Verbesserungen anderswo anzuregen.

Bild: Mistral AI

Camera familiare

Non scrivo molto sul mio essere mamma ma c‘è un fatto che voglio condividere qui perché ha facilitato l’inizio del nostro percorso di genitori.

In Germania si ha la possibilità, previa disponibilità, di richiedere in ospedale una camera familiare durante il periodo di degenza per un parto. Per noi è stato possibile e di questo siamo stati molto grati. Non solo non mi sono trovata da sola a gestire la neonata ma anche il suo papà ha potuto instaurare con lei un legame forte fin da subito. Abbiamo trovato secondo me più facilmente la nostra dimensione come famiglia.

Ci sono stati anche momenti divertenti: io come neomamma ricevevo un trattamento da regina da parte della mensa dell’ospedale, per far sì che il mio corpo avviasse l’allattamento, mentre Dominik riceveva solamente il menú vegetariano guardando con invidia il muffin nel mio vassoio.

Per me avere una camera familiare solo noi tre è stato davvero un game changer. Potevamo organizzarci e riposarci come necessario senza doverci preoccupare dei bisogni di qualcuno esterno alla nostra famiglia.

Ovviamente questo non è sempre possibile negli ospedali tedeschi e costa un sovrapprezzo che però secondo me vale la pena pagare.

Ne scrivo perché ritengo importante mostrare quello che funziona bene qui per incentivare un miglioramento altrove.

Immagine: Mistral AI

Neugierde

Wenn es eine Sache gibt, die mich auszeichnet, dann ist es meine Neugierde.

Schon als Kind war ich immer sehr interessiert. Ich bemerke jede Veränderung. Ich glaube, es ist dieser Neugier zu verdanken, dass ich so bin, wie ich bin. Interesse an dem zu zeigen, was mich umgibt, und an dem, was das Leben der Menschen prägt, die meinen Weg kreuzen, ist eine Eigenschaft, auf die ich sehr stolz bin.

Doch diese Charaktereigenschaft wurde diese Woche Opfer eines epischen Aprilscherzes meiner Kollegen an meinem ersten Arbeitstag nach meiner Elternzeit. Sie ließen mich glauben, dass zwei Kollegen nicht nur in meiner Abwesenheit eine Beziehung begonnen hätten, sondern sogar vor ein paar Tagen geheiratet hätten. Er hatte ihren Nachnamen angenommen, sein Namensschild und sein Badge zeigten diese Namensänderung. Auf seinem Schreibtisch lag ein Foto ihrer Hochzeit – natürlich mit KI erstellt. Alles wirkte so echt, und ich habe an der Geschichte geglaubt, ahnungslos und naiv, dass mein erster Arbeitstag der 1. April war.

Es war aber alles sehr lustig, und ich habe gerne die Rolle des Clowns gespielt. Dieser Streich wird in die Geschichtsbücher eingehen.

Meine Kollegen sind auch nette Menschen 😂

Curiosità

Se c’è una cosa che mi contraddistingue è la curiosità.

Fin da bambina sono sempre stata una persona molto vispa intellettualmente. Noto ogni cambiamento. Credo che sia grazie a questa mia curiosità che sono arrivata fin qui. Mostrare interesse verso quello che mi circonda e ciò che caratterizza la vita delle persone che incrociano il mio percorso è una mia qualità di cui vado molto orgogliosa.

Questo mio tratto di carattere è stato però vittima di un epocale pesce d’aprile questa settimana fattomi dai miei colleghi nel giorno del mio rientro al lavoro.

Mi hanno fatto credere che due colleghi, non solo avessero iniziato una relazione in mia assenza, ma si fossero sposati pochi giorni fa. Lui aveva preso il cognome di lei, il suo segnaposto e il suo badge riportavano questo cambio di cognome. Sulla sua scrivania c’era una foto delle loro nozze, fatta con l’AI. Sembrava tutto molto vero e io ovviamente, ci sono cascata, ignara e ingenua del fatto che il mio primo giorno di lavoro fosse il primo aprile.

È stato però molto tutto molto divertente e io ho fatto volentieri la figura del pagliaccio. Lo scherzo entrerà nei libri di storia.

I miei colleghi oltre a essere dei burloni sono anche molto gentili!

Die acht Tage, die mein Leben veränderten

„Welche Antwort möchten Sie bekommen?“
„Eine positive!“, antwortete ich spontan.
„Das kriegen Sie“, sagte der Mann, der später mein Chef bei 1&1 werden sollte.
Mein Herz klopfte: Ich konnte es kaum glauben.

Dieses Gespräch gab meinem Leben eine Wendung. Innerhalb von acht Tagen suchte ich ein Zimmer zum Wohnen, organisierte meinen Umzug und alle notwendigen Unterlagen, um in Deutschland zu arbeiten. In denselben acht Tagen lernte meine Mutter, einen Computer einzuschalten und sich bei Skype anzumelden, um mit mir in Kontakt bleiben zu können.

Diese Woche erzählte ich diese Geschichte einer Dame, die Italienisch lernt und sich auch im Eine-Welt-Laden in Weil der Stadt engagiert.

Beim Sprechen wurde mir bewusst, wie mutig dieser Sprung ins Ungewisse war. Damals hatte ich jedoch keine Zeit, darüber nachzudenken. Ich war damit beschäftigt, dem Fluss meines Lebens zu folgen, ohne mir zu viele Fragen zu stellen.
Mein Motto war: „Ich will nicht mit 40 dastehen und mich fragen, wie es gewesen wäre, wenn ich es versucht hätte.“ Und in diesem Jahr werde ich 40! Heute bin ich sehr stolz auf den Schritt, den ich gewagt habe. Seit 2012 habe ich viel erlebt und mein Weg war nicht immer einfach. Doch diese Entscheidung hat mich zu der Person gemacht, die ich immer sein wollte.
Die Dame, der ich meine Geschichte erzählte, sagte, sie sei beeindruckt von meiner Willenskraft. Das hat mich sehr gefreut.

Es erfordert Mut, die vertraute Umgebung und Familie und Freunde zu verlassen – und noch mehr Mut ist notwendig, um an der Entscheidung festzuhalten, wenn das Leben schwierig wird. Doch das ist der einzige Weg, um sich zu entfalten.

Ich in einer Brauerei in Karlsruhe während der Europameisterschaft in 2012

Gli otto giorni che mi hanno cambiato la vita

“Che risposta vuole sentire?”

“Una positiva!”, mi uscì di getto.

“Effettivamente la sta ricevendo”, mi disse quello che sarebbe poi diventato il mio capo da 1&1.

Il mio cuore si allargò, stentavo a crederci.

Questa conversazione diede una svolta alla mia vita. In otto giorni cercai una stanza in cui alloggiare, organizzai il mio trasferimento e tutti i documenti necessari per lavorare in Germania. In quegli stessi otto giorni mia madre imparò ad accendere un computer e a collegarsi su Skype in modo da poter rimanere in contatto con me anche a distanza.

Questa settimana mi sono ritrovata a raccontare il mio trasferimento in Germania a una signora che sta imparando l’italiano e che ho conosciuto facendo volontariato al negozio equo e solidale di Weil der Stadt.

Parlando mi sono accorta di quanto quel salto nel buio sia stato molto coraggioso. Allora però non avevo il tempo di preoccuparmene. Ero impegnata a seguire la corrente della mia vita senza pormi troppe domande.

Il mio motto era: “Non voglio arrivare a 40 anni e chiedermi come sarebbe stato se ci avessi provato”. Ecco, io quest’anno io compio 40 anni e sono molto orgoliosa del salto che ho fatto. Dal 2012 a oggi ne ho fatta di strada e il mio percorso non è stato sempre semplice. Quella decisione mi ha portata a diventare la persona che sapevo di poter essere.

La signora a cui ho raccontato la mia storia mi ha detto di essere impressionata dalla mia forza. Questo mi ha fatto un grande piacere.

Ci vuole coraggio nel lasciare l’ambiente in cui si è cresciuti e gli affetti più cari e ancora più coraggio è necessario nel mantenere la propria decisione quando il gioco si fa duro. Questa è però l’unica via possibile per realizzarsi.

Io in una birreria di Karlsruhe durante gli Europei di calcio del 2012.

Sei mutig

Diese Woche, als ich durch die Straßen der Innenstadt von Weil der Stadt spazierte, konnte ich eine interessante Szene beobachten. Zwei kleine Mädchen rannten und machten einen Hindernislauf. Irgendwann sprang das erste der beiden zwischen zwei Brettern, während das zweite blieb unsicher am Rand des ersten Bretts stehen. Sie ging zurück, versuchte erneut Anlauf zu nehmen, und blieb wieder stehen. Da machte die andere ihr Mut: „Spring einfach, denk nicht nach, Lara! Spring einfach! Du schaffst das!“. Doch als sie bemerkte, dass ihre Freundin weiterhin zögerte, schlug sie vor, die Runde von vorne zu beginnen. Als sie jedoch wieder zum ersten Brett ankamen, blieb Lara erneut stehen. Ich setzte meinen Spaziergang fort und weiß nicht, wie die Geschichte ausgegangen ist.

Diese scheinbar einfache Szene ließ mich darüber nachdenken, wie oft wir von unserem Verstand gefangen sind. Unser Kopf sieht Gefahren, die nicht immer real sind, und bremst uns. Doch nur, wenn wir diese Blockade überwinden, haben wir die Chance zu wachsen. Indem wir unseren Verstand herausfordern und ihm zeigen, dass wir die Grenzen, die er uns setzen will, überwinden können, gelingt es uns, uns zu befreien und zu einer mutigen Person zu werden.

Das ist eine Fähigkeit, die wir üben müssen und die uns hilft, das Vertrauen in uns selbst zu stärken.

Ich hoffe, Lara hat die Kraft gefunden, zu springen – indem sie für einen Moment nicht auf ihren Kopf hörte und sich dem Leben anvertraute.

Das ist der Platz, wo die Mädchen liefen

Scegli di essere coraggioso

L’altro giorno, camminando per le vie del centro di Weil der Stadt, ho assistito a una scena particolarmente interessante. C’erano due bambine che stavano correndo e facendo un percorso a ostacoli. A un certo punto la prima delle due salta tra due pedane mentre la seconda si irrigidisce e si ferma al bordo della prima pedana. Torna indietro, cerca di riprendere la rincorsa, e si blocca di nuovo. L’altra, allora, cerca di darle coraggio: „Salta, non ci pensare, Lara! Semplicemente salta! Vedi che ci riesci!“. Osservando però che la sua amica rimaneva ferma, le propose di ricominciare il giro. Arrivate alla pedana però Lara si bloccò di nuovo. Io poi ho continuato la mia passeggiata e non so come sia andata a finire.

Questa scena, apparentemente semplice, mi ha fatto pensare a quante volte siamo ‚mente-catti‘, ossia catturati dalla mente. La nostra testa vede pericoli non sempre reali e cerca di fermare le nostre azioni per proteggerci. Solo superando il suo blocco però abbiamo la possibilità di crescere. Sfidando la mente e dimostrandole che siamo in grado di superare il limite che cerca di imporci, riusciamo a spiccare il volo diventando una persona coraggiosa.

Questa è un’abilità che dobbiamo esercitare e che ci permette di accrescere la fiducia nei nostri mezzi.

Spero Lara abbia trovato la forza di saltare non ascoltando per un attimo la sua testa e affidandosi alla vita.

In questa piazza ho osservato la scena delle due bambine

Schau dich um und biete deine Hilfe an

„Brauchen Sie Hilfe?“, fragte mich gestern ein Junge, als er sah, wie ich mich bemühte, den Kinderwagen meiner Tochter durch die Eingangstür einer öffentlichen Toilette zu schieben. Kaum hatte er die Frage gestellt, schaffte ich es jedoch, die Schwelle zu überwinden und den Eingang zu erreichen.

Dieser Junge hat – vielleicht ohne es zu merken – etwas sehr Schönes getan: Er hat seine Umgebung beobachtet und versucht, sie für die Menschen um ihn herum einfacher zu gestalten. Das ist eine Eigenschaft, die jeder von uns öfter praktizieren sollte.

Wie oft laufen wir mit dem Blick auf das Handy oder grenzen uns mit Kopfhörern aus? Dabei verpassen wir alles, was live um uns herum passiert.

Ich lade dich ein, in der kommenden Woche achtsam zu gehen, dich umzuschauen und es diesem Jungen gleichzutun – indem du dich in deiner Gemeinde engagierst. Ich bin überzeugt, dass du dadurch bereichert wirst. Es lohnt sich, es zu versuchen, oder?

Die öffentliche Toilette am Carlo-Schmid-Platz

Guardati attorno e mettiti a servizio

„Ha bisogno di aiuto?“, mi ha chiesto ieri un ragazzo gentile mentre mi vedeva in difficoltà a far entrare il passeggino di mia figlia nella porta di ingresso di un bagno pubblico. Appena ha pronunciato la domanda, sono riuscita però a superare l’ostacolo del rialzo della porta entrando nell‘ingresso del bagno.

Quel ragazzo senza, forse neanche rendersene conto, ha fatto un gesto molto bello: ha osservato la realtà che lo circondava cercando di rendersi utile per renderla più semplice a chi gli stava intorno. Questa è una qualità che ognuno di noi dovrebbe praticare più spesso.

Quante volte andiamo in giro con lo sguardo rivolto al telefono o ci isoliamo ascoltando qualcosa nelle cuffie? Così facendo però ci perdiamo tutto ciò che accade dal vivo lì dove siamo.

La prossima settimana ti invito a camminare in modo consapevole, a guardarti attorno e a fare come quel ragazzo mettendoti al servizio della tua comunità. Secondo me ne uscirai arricchito. Vale la pena provare, no?!

I bagni pubblici alla Carlo-Schmid-Platz di Weil der Stadt