Darf die Staatsangehörigkeit den Altruismus beeinflussen?

Auf dem Pinnwand von einiger meiner Facebook Freunden wird in den letzten Tagen oft eine Nachricht aus dem Gebiet, woher ich herauskomme, gepostet: aus dem Hinterland von Mailand. Es handelt sich über die Aussagen des Unternehmers Carlo Vichi, der Gründer der Firma Mivar. Dieses Unternehmen hat alle Fernseher herstellt, die während der Jahren des wirtschaftlichen Booms Italiens in den Häusern der Italiener gaben.

Am Anfang des neuen Jahrtausend hat Mivar es nicht mehr geschafft, gegen der Konkurrenz der grossen ausslandischen multinationalen Konzerne zu kämpfen. Der Fernseher Markt war schon immer  mehr technologisch und globalisiert. Seit kurzem hatte er sein neues Standort in Abbiategrasso geöffnet und der 90-Jährige Vichi musste Produktionsschluss anmelden.

Die Nachricht, die sich in diesen Tagen auf den Socialnetzwerken verbreitet, ist dass Carlo Vichi sich dafür bereit erklärt hat, das neu gebautete Standort von Mivar an einem seriösen Unternehmen kostenlos zu vermieten, wenn dieses Unternehmen in Italien Fernseher herstellt und 1.200 Italiener, aus Abbiategrasso und aus Mailand einstellt. “Das ist alles was ich nachfrage: meine Leute wieder lächeln zu sehen”, sagte der Unternehmer in einem Interview.

Beim ersten Blick, ist so eine Äusserung sehr beeindrückend: das muss man ja zugeben. Aber wenn man ein bisschen über den Tellerrand schaut und die italienische Lage betrachtet, scheinen diese Wörter eigentlich kurzsichtig.

Wäre es zu viel zu verlangen, dass man so eine altruistische Geste für irgendeine Firma macht, die das Risiko angeht, in Italien, in Abbiategrasso und in der Region von Mailand zu investieren und Arbeitsstellen an Leute, die sich mit entsprechender Ausbildung bewerben möchten, unabhängig von ihrer geografischen Herkunft anbietet? Bei der Arbeit zählen der Wille zu lernen, das Engagement, die Vielseitigkeit und die Flexibilität. Die Staatsangehörigkeit darf nicht ein Entscheidungskriterium, um Leute einzustellen, sein.

Wenn man die Geschichte von Herrn Vichi ein bisschen kennt, kann man ihn schon verstehen. Seine Geste hat definitiv einen guten Zweck. Dieser Artikel ist nur ein Nachdenken über den Altruismus und seinen bedinungslosen Charakter, das nicht das Ziel hat, die Initiative des Unternehmers nachzulassen. Man spekuliert ja gerne über das Geld anderer Leute.

Hier der Artikel aus Repubblica.it mit den Aussagen von Herrn Vichi.

Das Standort von Mivar in Abbiategrasso, Quelle mivar.it
Das Standort von Mivar in Abbiategrasso, Quelle mivar.it

Kommunikationsbedarf vs. private Sphäre – WhatsApp

“Medientechnologien und Medieninhalte spielen vor allem die Rolle von Gesprächsförderern auch und gerade für die Gespräche unter leibhaftig Anwesenden. Sie werden als Gesprächsressourcen genutzt, das soziale Geschehen wird belebt, Prozesse der Vergemeinschaftung werden eher gefördert als blockiert. Die durch die mobilen Geräte eingespielten Informationen tragen so oft zur Intensivierung von Gesprächen bei. Aber es entwickeln sich auch neue Formen der Kommunikation: Chatten als eine gerätegestützte Aktivität mit körperlich nicht Anwesenden wird vor allem unter jungen Erwachsenen in die angesichtige Kommunikation als nahezu gleichrangig integriert”. Wer spricht ist Angela Keppler, Professorin an der Universität von Mannheim. Sie hat ein Jahr lang in dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt ‘Alltagskommunikation heute‘ untersucht, wie moderne Kommunikationsmittel unseren Alltag verändern.
Einer des Mittels, mit dem heute wir kommunizieren, ist WhatsApp Messenger. WhatsApp ist eine plattformübergreifende mobile Nachrichten-App, die es Leuten erlaubt Nachrichten auszutauschen ohne für SMS zahlen zu müssen. WhatsApp ist erhältlich für die am meisten verkauften Smartphones. Da der WhatsApp Messenger den selben Datentarif verwendet, den man für Emails und zum mobilen Surfen im Internet benutzt, ist es kostenlos Nachrichten zu verschicken und mit Freunden in Kontakt zu bleiben. Zusätzlich zum normalen Nachrichtenaustausch können WhatsApp-Nutzer Gruppen erstellen und sich gegenseitig unbegrenzt Bilder, Video- und Audiodateien zuschicken. Hauptsache ist, dass man über eine mobile Internetverbindung verfügt.
WhatsApp Inc. ist ein aufstrebendes, junges Technologieunternehmen, gegründet im Herzen vom Silicon Valley von Jan Koun und Brian Action. Die zwei Gründer von WhatsApp haben 20 Jahre bei Yahoo! gearbeitet, eine der bekanntesten Suchmaschine, die Daten sammelt und Anzeige verkauft. Seit dem Anfang an haben sich Koun und Action gegen die Idee geäußert, dass Unternehmen buchstäblich alles über unsere private Sphäre wissen müssen. Dieses Wissen dient den Unternehmen dazu, Anzeigen zu verkaufen.
Diese beliebte App stellt nicht nur sicher, dass wir mit unserem sozialen Umfeld kommunizieren sondern auch dass wir dabei nicht von unnötiger Werbung gestört werden, in dem wir schreiben. Niemand stellt sich einen Wecker, um ja nicht einen bestimmten Werbeclip zu verpassen. Niemand geht schlafen und macht sich Gedanken darüber, welche Werbung er morgen sehen wird. Menschen gehen schlafen und denken aufgeregt darüber nach, mit wem sie heute geschrieben haben (und enttäuscht darüber sind, mit wem sie nicht geschrieben haben).
Die Kommunikation ist ja ein Bereich in dem man oft heutzutage arbeiten möchte aber die Kommunikation ist vor allem ein Bedarf.

Whatsapp Logo
Whatsapp Logo

nph: eine grosse Hilfe für die lateinamerikanischen Frauen

Der Morgen ist Frisch. In ihrer kalten Hütte zieht eine Bäuerin ihre bunte Tracht an, das einzige Kleidungstuck, das sie besitzt. Es liegt ein langer Fußmarsch vor ihr. Sie befestigt auf dem Rücken einen schweren Sack. In ihm sind Früchte. Ihr Ziel ist der Wochenmarkt in der nächsten Stadt. Dort will sie das wenige, was sie ernten konnte, den Marktbesuchern anbieten. Sie hofft auf ein wenig Geld, um für ihre Kinder Milch zu kaufen.

Die Bäuerin gehört zur indigenen Bevölkerung Lateinamerikas. Damit vereint sie vier Merkmale, die sie zu einer Verliererin der Gesellschaft werden lassen: sie ist eine Frau, lebt auf dem Land, hat keine Ausbildung und ist eine Indigene. So hat sie kaum eine Chance, aus der Armut rauszukommen. Und ihre Kinder, insbesondere die Töchter, werden sehr wahrscheinlich das gleiche Schicksal erleiden wie sie.

Leider hat sich das Leben der Mädchen aus sozial schwachen Schichten in Lateinamerika immer noch nicht verbessert und ein Großteil ist indigener Abstimmung. Viele müssen die Schule vorzeitig verlassen, um Geld für die Familie zu verdienen. Ohne Ausbildung bleiben für sie aber nur schlecht bezahlte Jobs und sie werden oft früh schwanger. Da die Väter meist nicht genug Geld haben um die Familie zu ernähren, lassen sie die Mutter und Kind im Stich. Es liegt also in der Verantwortung der Frauen, das Einkommen der Familie zu bestreiten und sich gleichzeitig um die Erziehung zu kümmern. Die Chance, dem Teufelskreis der Armut zu entkommen, ist aber für diese junge Mutter gering.

Zusätzlich werden Mädchen und Frauen in Lateinamerika oft Opfer von Gewalt und Missbrauch. Die Folge dieser Angriffe sind oft ungewollte Schwangerschaften, die die Mädchen und Frauen vor große Probleme stellen.

Um alleinerziehende Müttern zu helfen, hat nph honduras die Kindergesstätte ‘Pasos Pequiñitos’ (kleine Schritte) gegründet. Hier werden Frauen geholfen, die Arbeit haben oder eine Ausbildung machen, aber nicht wissen, wer sich während ihrer Abwesenheit um die Kinder kümmern soll.

Dem Gründervater von nph, Padre Wasson, war klar, dass der Kreislauf von not, Armut und mandgelder Bildung unterbrochen werden muss. Bei den Kindern damit anzufangen, war die logische Schlussfolgerung. Es bedeutete ihm viel dass die Mädchen in den Kinderdörfern die gleiche Ausbildung erhalten wie die Jungen. Und nicht nur die gute Schulbildung soll ihren Lebensweg verändern. In den Werkstätten erlernen die Mädchen handwerkliche Fertigkeiten, die es ihnen anschließend ermöglichen, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. nph folgt immer noch die Philosophie von Padre Wassons. Sie wollen, dass aus den Mädchen starke junge Frauen werden.

Quelle nph Webseite

Der gute Wachstumsplan

Als einer der Leader der landwirtschaftlichen Betriebe, Syngenta setzt sich voll ein, um Landwirten weltweit zu helfen, Ernteerträge zu erziehelen und dabei Wasser, Land und Ökosystem zu schützen. Diese Ziele werden mit gutem Wachstumsplan von der Firma bezeichnet (The Good Growth Plan).

Einer der einzigartigen Aspekte von Syngenta ist, dass ihrer Handeln und ihre Produkte helfen, einer der grössten Herausforderungen dieses Planeten zu begegnen: mit weniger Ressourcen höhere Ernteerträge zu erzielen.

Die Firma ist bestrebt, auf umweltbewusste und nachhaltige Weise zu einer grösseren Nahrungssicherheit für eine stetig wachsende Weltbevölkerung beizutragen – durch eine grundlegende Veränderung der landwirtschaftlichen Produktivität weltweit. Dies umfasst sowohl die 8 Millionen grossen landwirtschaftlichen Betriebe mit über 100 Hektar Land sowie die 500 Millionen Kleinbauern mit nur 1 Hektar. Jeder Betrieb und jeder Landwirt ist dafür wichtig.

Um dieser Ambition gerecht zu werden, stellt Syngenta den Landwirt in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeiten. Die Strategie hält die Firma dazu an, wie ein Landwirt zu denken und sich bewusst zu machen, dass er sein Land und seine Nutzpflanzen ganzheitlich sieht. Syngenta stellt den Landwirten nicht nur heute integrierte Angebote zur Verfügung, sondern bietet ihnen zukünftig auch innovative und transformative Technologien an.

Im Mittelpunkt des langfristigen Erfolges der Strategie von Syngenta steht Innovation, inbesondere bei Forschung und Entwicklung. Die zukünftigen Produkte müssen sicherlich dazu beitragen höhere Ernteerträge zu erzielen, darüber hinaus müssen sie auch einen positiven Einfluss auf das Land und auf die Menschen, die dort leben, haben. Höhere Ernteerträge allein sind nicht länger ausreichend.

Syngenta bemüht sich die folgenden 6 Ziele zu erreichen:

  1.  Steigerung um 20% der durchschnittlichen Produktion von den am meisten konsumierten Nutzpflanzen, ohne mehr Land, Wasser oder Inputs zu nutzen.
  2. Verbesserung der Ergiebigkeit von 10 Millionen Hektar beschädigten Ackerlandes.
  3. Einführung der Biodiversität für 5 Millionen Hektar Ackerland.
  4. Steigerung um 50% der Produktivität von 20 Millionen Kleibauern.
  5. Arbeitssicherheit-Schulung für 20 Millionen Landwirte, insbesondere in den Entwicklungsländern.
  6. Bessere Arbeitskonditionen in dem Lieferungskette-Netzwerk.

Pinkstinks

Pinkstinks ist eine Kampagne gegen Produkte, Werbeinhalte und Marketingstrategien, die Mädchen eine limitierende Geschlechterrolle zuweisen. Diese „Pinkifizierung“ trifft Mädchen und Jungen gleichermaßen. Pinkstinks möchte dieses Trend herausfordern und natürlich ändern. Es werden deswegen Texte und Videos veröffentlicht und die Kampagne wirbt alternative weibliche Rollenbilder für Kinder.

Nothilfe für die Philippinen: zwei Initiativen

Verschiedene Initiativen wurden gestartet, um Hilfe in den Philippinen, die von dem Taifun Hayan betroffen wurden, bereitzustellen. Zwei Organisationen, über die viel auf diesem Blog geschrieben wurde haben sich auch sofort aktiviert: eine aus Italien, Plan Italien, und eine aus Deutschland, die Christoffel-Blindenmission (CBM). Zwei Organisationen mit deutsch-italienischem Charakter so wie dieser Blog.

Plan hat sofort an dieser Katastrophe reagiert um Mittel zu beschaffen. Dieses Geld wird direkt an Plan Philippinen überwiesen, die seit 1961 tätig ist. Das Geld wird ohne Vermittler überwiesen und kann sofort benutzt werden. Plan Philippine hat schon vor dem letzten Freitag angefangen vor Ort zu helfen. Die Organisation hat schon Unterkunft, hygenische Kits und Wasser für die betroffenen Leute bereitgestellt. Der Taifun Hayan hat alle Programme, in denen Plan Philippinen tätig ist, geplagt. Mehr als 40.000 Patenkinder von Plan leben in diesen Gebieten. Die Organisation überprüft derzeit die Lage. Auf der Webseite von Plan ist es möglich die  Kinderhilfsorganisation zu unterstützen.

Die Christoffel-Blindenmission hat 400.000 Euro für Nothilfe bereitgestellt. Sie hat zehn Partner in den vom Taifun betroffenen Gebieten. Ein CBM-Expertenteam ist in Iloilo City in der Provinz Western Visayas eingetroffen. Dort hat unser Partner Association of Disabled Persons Inc. seinen Sitz. In der Region leben rund 10.000 Menschen mit Behinderungen. Die Spezialisten sollen sich insbesondere um die Versorgung dieser Menschen kümmern. Zurzeit analysieren sie zusammen mit unserem Partner die Lage vor Ort. Direkt auf der CBM Webseite ist es möglich diese Experten zu unterstützen.

Ein unzerstörbares Projekt gegen sexueller Gewalt

Ein weißes Plakat, einen schwarzen Stift, mutige Frauen und Männer. So erstellt die Fotografin Grace Brown ungewöhnliche Bilder von Menschen, die sexuellen Missbrauch erlebt haben. Auf dem Plakat schreiben die Opfer, was die Täter zu ihnen sagten.

Project Unbreakable so hat die 21 Jährige Brown es genannt. Das Ziel dieses Projektes ist das Fokus auf die Wichtigkeit eines Themas wie sexuelle Gewalt zu setzen. Kunst kann in solchen Fällen auch helfen, zu reagieren und zu heilen.

Alles hat für Grace Brown angefangen als an einem Samstagsabend eine Freundin ihr ihre Leidensgeschichte erzählte. Diese persönliche Geschichte berührte sie tief. Auf einmal verstand sie, wie häufig es zu so einer Tragödie kommt und dieses Gedanken hat ihres Leben radikal geändert. Am nächsten Morgen wachte sie mit der Idee zu dem Project Unbreakable auf.

Brown fotografierte zunächst Menschen, die sie kannte, dann entschied sie sich ein Tumblr Blog zu gründen. Sie wusste noch nicht, wie stark dieses Projekt werden würde.

Project Unbreakable wurde 2012 vom Time Magazine unter die 30 wichtigsten Tumblr Blogs weltweit gewählt und in den Social Networks werden die Bilder tausendfach geteilt.

Zur Zeit Grace Brown reist durch Nord Amerika und besucht Colleges und Universitäten um zu unterstreichen, dass es wichtig ist über das Thema Missbrauch zu reden und stellt sie somit ihres Projekt vor.

Ein Lichtblick in der Wunde der Kinderheirat

Am 27. September hat der UN-Menschenrechtsrat einen Ratschluss gegen die Kinderherat in Genf angenommen, in dem sie als Verletzung der Menschenrecht betrachtet werden. Diese Entscheidung wurde mit einer Stimmeneinheit von mehr als 100 Ländern getroffen. Ein Podiumsdiskussion bei der Vereinten Nationen und ein Bericht über die positiven Ergebnisse der Abschaffung dieser Praxis wurden in der Agenda aufgenommen.

Plan begrüßt diese Entscheidung sehr. Die Organisation kämpft seit langer Zeit gegen die Kinderheirat, die eine Verletzung der Mädchenrechte sind, weil die Mädchen von ihrer Kindheit aberkannt werden. Eine Kinderheirat bedeutet oft Gewalt, Misbrauch, gezwungenen Geschlechtverkehr mit Risiko von sexuell übertragbaren Krankheiten, vorzeitigen Schwangerschaften und Tod im Jugendalter.

Der Ratschluss folgt das Event ‘Zu jung zu heiraten‘, das am 25. September in New York stattgefunden hat, für die Eröffnung der 68. Generalversammlung der Vereinten Nationen. Während dieses Events haben die Regierungen von Kanada, Ghana und Holland Massnahmen gegen die Wunde der Kinderheirat gefördert.

Plan wurde von der 17 jährigen Beauftragte Farwa aus Pakistan vertretet, sie hat über ihre persönliche Ehrfahrung als Mädchen-Frau in ihrer Gemeinde gesprochen und hat ihre Meinung gesagt, über wie man dieses Problem lösen kann.

Plan hat vor kurzem den Bericht ‘Das Recht der Mädchen nicht zu heiraten‘ – erklärt Tiziana Fattori, National Director von Plan Italien – in dem angezeigt wird, dass die Kinderheirat ein globales Problem sind und, wenn man keine Massnahmen dagegen trifft, werden mehr als 140 Millionen Mädchen bis 2020 heiraten. Jedes Jahr 13,7 Millionen Mädchen, die zwischen 15 und 19 Jahre alt geheiratet haben, gebären mit verwüstenden Nachfolgen für sich und ihre Kinder in den Entwicklungsländern.

Plan sorgt für eine Bildung der Mädchen, weil die Schulbildung der Schlüssel ist, um Ehen und Schwangerschaften zu verzögern. Plan bewirbt in diesen Tagen die Kampagne Because I am a Girl mit besonderem Schwerpunkt auf dem 11. Oktober, der Internationale Tag des Mädchen. Durch dieser Kampagne ist es möglich Pate eines Mädchens zu werden und ihr eine Bildung von zumindest 9 Jahre zu gewährleisten”.

Erste Schritte in die richtige Richtung

In seinem Schreiben an den Spendern berichtete Herr Dr. Rainer Brockhaus, Direktor der Christoffel Blindenmission (CBM), über das Gipfeltreffen der UNO vom 25. September und erklärt sehr genau die Meinung seiner Organisation darüber.

Die Vereinten Nationen haben in New York über die globalen Entwicklungsziele beraten, die nach 2015 gelten und die weltweite Armut bekämpfen sollen. Sie haben in diesem Zusammenhang inklusive Entwicklungsziele empfohlen.

Das ist ein großer Fortschritt, denn bisher wurden benachteiligte Gruppen wie Menschen mit Behinderungen schlicht vergessen. Dabei handelt es sich um ein Siebtel der Weltbevölkerung – etwa eine Milliarde Menschen! 80 Prozent der Menschen mit Behinderungen leben in Entwicklungsländern. Die Folgen ihrer bisherigen Nichtbeachtung sind fatal: die meisten von ihnen leben in großer Armut. Denn Armut und Behinderung bilden dort einen verhängnisvollen Kreislauf.

Die Christoffel Blindenmission hat sich darum in den vergangenen Monaten mit ihrer bundesweiten Kampagne „Stopp den Kreislauf von Armut und Behinderung“ dafür eingesetzt, dass behinderte Menschen künftig in die globalen Entwicklungsziele einbezogen werden. Die Bundesregierung hat die Forderung der CBM aufgegriffen und sich für inklusive Entwicklungspolitik bei dem Treffen der Vereinten Nationen eingesetzt.

In den nächsten zwei Jahren sollen die Ziele im Detail ausgearbeitet werden. Dr. Brockhaus und CBM begrüßen die grundsätzliche Richtung sehr. Allerdings ist uns das Abschlussdokument insgesamt zu schwammig. Es sagt z.B. nicht, wie man inklusive Entwicklungsziele messen will. Das ist aber wichtig, um überhaupt überprüfen zu können, ob sie wirklich umgesetzt werden.

Es gibt also noch viel zu tun. CBM wird den weiteren Prozess begleiten und sich auf nationaler und internationaler Ebene wie bisher für inklusive Entwicklungsziele stark machen und als Partner zur Verfügung stehen. In ihren Projekten hilft CBM Menschen mit Behinderungen auf verschiedenen Ebenen, z.B. individuell mit medizinischer Versorgung oder in ihrem gesellschaftlichen Umfeld, indem sie Aufklärungsarbeit leisten und für Barrierefreiheit sorgen.

Die neu zu definierenden Entwicklungsziele haben das Potential, die entwicklungspolitische Praxis auf der Welt zu verändern – wenn sie Menschen mit Behinderungen wirklich überall mit einbeziehen. CBM und Ihre Spender kämpfen dafür, dass dieses Potential ausgeschöpft wird – damit der Kreislauf von Armut und Behinderung endlich gestoppt wird und Menschen mit Behinderungen eine reelle Chance auf eine bessere Zukunft haben!

Quelle http://www.cbm.de
Quelle http://www.cbm.de

Nicht alle Mädchen sind zurück in der Schule

In den letzten Wochen haben die Schulen wieder geöffnet. Die Rücksäcke sind voll mit neuen Kugelschreibern und Heften. Das Rumschnuppern in den neuen Schulbüchern hat begonnen. Für viele Kinder ist es leider nicht so. Wenn man die armen Länder der Welt betrachtet, spielen drei Faktoren gegen ein erfülltes Schulleben eine grosse Rolle: arm zu sein, auf dem Land zu leben und zu einer entnischen, diskriminierten und ausgegrenzten Gruppe zu gehören.

Plan - zurück in die Schule
Plan – zurück in die Schule

In den 20% der Familien, die den armen Teil darstellen, gehen nur 64% der Kinder im Schulalter zur Schule. Im Vergleich zu den 90% der Kinder in den 20% der reichen Familien (diese Daten wurden von Unicef in 2010 veröffentlicht). Wenn man an dieser Statistik zusätzlich das Geschlecht der Kinder genauer betrachtet, bekommt man ein sehr trauriges Bild: die Kinder der armen Familien, die von der Möglichkeit in die Schule gehen zu können ausgeschlossen sind, sind meistens Mädchen.

Wenn die Eltern in diesen Fällen entscheiden müssen, welches von ihren Kindern von der Schulbildung profitieren soll, sind es nicht die Mädchen. Die Mädchen müssen meistens im Haushalt helfen und haben einen wirtschaftlichen Wert als Kinder-Frauen: diese zwei Punkten erscheinen wichtiger als ihre Bildung zu sein. Sobald das Mädchen in der Pubertät ist, muss sie die Schule verlassen. Die Daten hier sind eindeutig: 10 Millionen Mädchen heireten bevor sie 18 Jahre alt sind.

“Die Bildung ist der Schlüssel, um ein Mädchen vor vorzeitiger Ehe zu schützen – behauptet Tiziana Fattori, National Director von Plan Italia – eine Recherche von Plan bestätigt, dass die Mädchen ohne Bildung eine 3 Mal höhere Wahrscheinlichkeit vor der Volljährigkeit zu heiraten haben, als die Mädchen die einen Schulabschluss erreicht haben. Zusätzlich werden die Vorteile der Bildung der Mädchen auch in weiteren Analysen sowohl über die Steigerung des Bruttoinlandsproduktes als auch über den Beitrag der gebildeten Mütter, ihre Familie aus der Armut zu bringen, deutlich.”

Mit der Kampagne Because I am a Girl folgt Plan das Ziel, eine gute Bildung, die mindestens 9 Jahre dauert, für 4 Millionen Mädchen zu gewährleisten. Die Kampagne wird auch von Malala unterstützt, die seit kurzem die Tipperary Prämie für den Frieden bekommen hat und eine Kandidatin für den Friedensnobelpreis ist.