Kommunikationsbedarf vs. private Sphäre – WhatsApp

“Medientechnologien und Medieninhalte spielen vor allem die Rolle von Gesprächsförderern auch und gerade für die Gespräche unter leibhaftig Anwesenden. Sie werden als Gesprächsressourcen genutzt, das soziale Geschehen wird belebt, Prozesse der Vergemeinschaftung werden eher gefördert als blockiert. Die durch die mobilen Geräte eingespielten Informationen tragen so oft zur Intensivierung von Gesprächen bei. Aber es entwickeln sich auch neue Formen der Kommunikation: Chatten als eine gerätegestützte Aktivität mit körperlich nicht Anwesenden wird vor allem unter jungen Erwachsenen in die angesichtige Kommunikation als nahezu gleichrangig integriert”. Wer spricht ist Angela Keppler, Professorin an der Universität von Mannheim. Sie hat ein Jahr lang in dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt ‘Alltagskommunikation heute‘ untersucht, wie moderne Kommunikationsmittel unseren Alltag verändern.
Einer des Mittels, mit dem heute wir kommunizieren, ist WhatsApp Messenger. WhatsApp ist eine plattformübergreifende mobile Nachrichten-App, die es Leuten erlaubt Nachrichten auszutauschen ohne für SMS zahlen zu müssen. WhatsApp ist erhältlich für die am meisten verkauften Smartphones. Da der WhatsApp Messenger den selben Datentarif verwendet, den man für Emails und zum mobilen Surfen im Internet benutzt, ist es kostenlos Nachrichten zu verschicken und mit Freunden in Kontakt zu bleiben. Zusätzlich zum normalen Nachrichtenaustausch können WhatsApp-Nutzer Gruppen erstellen und sich gegenseitig unbegrenzt Bilder, Video- und Audiodateien zuschicken. Hauptsache ist, dass man über eine mobile Internetverbindung verfügt.
WhatsApp Inc. ist ein aufstrebendes, junges Technologieunternehmen, gegründet im Herzen vom Silicon Valley von Jan Koun und Brian Action. Die zwei Gründer von WhatsApp haben 20 Jahre bei Yahoo! gearbeitet, eine der bekanntesten Suchmaschine, die Daten sammelt und Anzeige verkauft. Seit dem Anfang an haben sich Koun und Action gegen die Idee geäußert, dass Unternehmen buchstäblich alles über unsere private Sphäre wissen müssen. Dieses Wissen dient den Unternehmen dazu, Anzeigen zu verkaufen.
Diese beliebte App stellt nicht nur sicher, dass wir mit unserem sozialen Umfeld kommunizieren sondern auch dass wir dabei nicht von unnötiger Werbung gestört werden, in dem wir schreiben. Niemand stellt sich einen Wecker, um ja nicht einen bestimmten Werbeclip zu verpassen. Niemand geht schlafen und macht sich Gedanken darüber, welche Werbung er morgen sehen wird. Menschen gehen schlafen und denken aufgeregt darüber nach, mit wem sie heute geschrieben haben (und enttäuscht darüber sind, mit wem sie nicht geschrieben haben).
Die Kommunikation ist ja ein Bereich in dem man oft heutzutage arbeiten möchte aber die Kommunikation ist vor allem ein Bedarf.

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