Conta le tue benedizioni

Sabato scorso finalmente mi sono messa d’impegno e ho organizzato la stampa del mio Gratitude Journal. Cos’è?! È un diario sul quale ogni giorno annoto dieci cose per cui sono grata, motivandole il più possibile. 
Ho iniziato nel 2020 a fare questa pratica e da due anni mi sono digitalizzata. Ogni sera intorno alle 21:00 mi siedo al computer e rifletto sulla mia giornata. 
Trovare ogni giorno dieci cose di cui essere grata non è sempre semplice ma aiuta soprattutto in quei giorni durante i quali non mi è sembrato di vivere bene.
In inglese si dice: “Count your blessings”, conta le tue benedizioni, e io credo ci sia qualcosa di vero in questa frase. Riflettendo ogni giorno su ciò che ho e su quello che ho vissuto di cui sono grata, ho imparato a vedere sempre il positivo delle mie giornate. Ogni giornata ha il suo perché.
In fondo non serve molto: solo un foglio, di carta o digitale, e un quarto d’ora di tempo per la riflessione. A me questa pratica ha cambiato la vita e mi riscopro sempre curiosa durante l’anno nel rileggere ciò di cui, qualche anno prima quello stesso giorno, ero grata.
La stampa del diario della gratitudine del mio 36esimo anno di vita mi arriverà il 4 marzo: non vedo l’ora di sfogliarla!

La pratica della gratitudine mi ha permesso di notare i piccoli regali della natura come questi bei fiori.

Meine drei Säulen

Als ich 17 war, ging mein Papa in Rente. Ziemlich schnell etablierte er eine gewisse Routine, die ich immer etwas kritisch sah. Meiner Meinung nach machte er jeden Tag das Gleiche und das empfand ich als langweilig damals.

Er stand um 8:00 Uhr auf, frühstückte, dann machte er etwas Hausarbeit und aß mit meiner Mama zu Mittag. Nachdem er mit sich selbst Karten spielte oder sein Buch weiter las, ging er zu einem Café und spielte Karten mit seinen Freunden. Gegen 16:00 Uhr kam er nach Hause und bereite sich einen kleinen Snack vor, schaute die Nachrichten und ging anschließend eine Runde Fahrrad fahren. Nach dem Abendessen las er wieder und schaute zum Tagesabschluss fern. Gegen 23:00 Uhr ging er ins Bett.

Für mich war es als Jugendliche unvorstellbar, jeden Tag einen bestimmten Muster zu folgen. Jetzt mit etwas mehr Lebenserfahrung verstehe ich, dass dieser Ablauf ihm half gut zu funktionieren. Man braucht im Leben bestimmte Säulen, an die man sich anlehnen kann, um ein besseres Gefühl zu haben.

Ich habe jetzt auch meine drei Säulen: Diese sind drei Aktivitäten, die ich jeden Tag mache, um im Reinen mit mir selbst zu sein. Meine drei Säulen sind das Yoga, die Meditation und das Schreiben auf mein Gratitude Journal.

Ich praktiziere jeden Tag für mindestens 30 Minuten Yoga, um meine Energie in die richtigen Kanäle zu leiten. Ich meditiere 20 Minuten Abends, um die Gedankenkreisen zu beruhigen und zu mir zu finden. Ich liste jeden Tag 10 Dingen auf, worüber ich dankbar bin, um den Blick auf das Positive in meinem Leben nicht zu verlieren.

Ich mache jetzt auch jeden Tag das Gleiche und verstehe besser warum mein Papa das damals auch machte: Man braucht bestimmte Aktivitäten, auf die man immer zurückgreifen kann, wenn man Sicherheit oder ein besseres Gefühl im Leben braucht.

Ohne Säulen steht ein Gebäude wie dieses nicht.