Ich lebe in meinem Kopf
Ich mag tiefergehende Gespräche – solche, in denen man über das eigene Leben philosophiert, über Entscheidungen, Motivationen und Gedanken. Das sind die Gespräche, in denen ich am meisten über die Person vor mir erfahre. Ich erzähle etwas über mich, öffne mich dabei und beobachte die Reaktion meines Gegenübers. An ihrer Reaktion lerne ich nicht nur etwas über diese Person, sondern auch über mich selbst.
Ich lebe viel in meinem Kopf, und manchmal ist es schön, die Türen zu öffnen und jemanden einzuladen, dem ich meine privatesten Gedanken anvertraue. Wenn ich das tue, dann weil ich meinem Gegenüber vertraue. Bestimmte Themen auszusprechen hilft mir, sie besser einzuordnen, indem ich Abstand gewinne.
Jeder Gedanke sollte nur vorübergend sein – und wenn er stattdessen lange in unserem Kopf bleibt, ist es nie falsch, darüber zu sprechen. Die eigenen Erfahrungen zu teilen bereichert die Freundschaft und bietet eine weitere Perspektive, von der aus man sie betrachten kann.


