Das Schreiben als Heilmittel für den Geist

Ich höre gerade ein Buch einer amerikanischen Autorin, die ich sehr schätze: Kay Redfield Jamison. Das Buch heißt „Fires in the Dark: Healing the Unquiet Mind“ und behandelt die Frage, wie man von psychischen Erkrankungen heilen kann. Eine Methode, die Kay Redfield Jamison beschreibt, ist das Schreiben als Therapie – und ich kann ihr da nur zustimmen.

Seit nunmehr fünf Jahren schreibe ich jeden Morgen meine Gedanken in ein digitales Tagebuch. Ich schreibe weder, um es später zu lesen, noch für jemanden anderen. Ich schütte einfach alles aus, was mir in den ersten Stunden des Tages durch den Kopf geht. Oft schreibe ich darüber, wie ich die Nacht verbracht habe, und frage mich, wie ich mich fühle. Dabei versuche ich, so ehrlich wie möglich zu sein. Diese wenigen Zeilen, die für mich so wichtig geworden sind, haben keinen bestimmten Adressaten. Es ist der Moment am Tag, in dem ich in mich hineinhorche und mich mit meiner Seele verbinde.

Mein „Morgen-Tagebuch“, wie ich es genannt habe, war in all den Jahren eine große Stütze für mich. Ich glaube, dass ich in den letzten fünf Jahren mehr Fortschritte bei der Bewältigung meines unruhigen Geistes gemacht habe als je zuvor. Das tägliche Schreiben hat mir geholfen, wiederkehrende Muster zu erkennen, Veränderungen umzusetzen und in mir selbst die Kraft zu finden, weiterzumachen.

Etwas, das Kay Redfield Jamison schreibt, vermittelt Hoffnung: Es ist möglich, aus einer psychischen Erkrankung herauszufinden – aber es erfordert harte Arbeit an sich selbst. Diese Aufgabe anzugehen, ist unsere Verantwortung.

La scrittura nel guarire la mente

Sto ascoltando un libro di un’autrice americana che stimo molto, Kay Redfield Jamison. Il libro si intitola ‘Fires in the dark, healing the unquiet mind‘ e tratta di come guarire da malattie mentali. Un metodo che Kay Redfield Jamison descrive è quello della scrittura come terapia e io posso solo concordare con lei.

Da ormai cinque anni scrivo ogni mattina sulle pagine di un diario digitale i miei pensieri. Non scrivo né per rileggermi né per qualcuno, butto semplicemente fuori tutto quello che impegna la mia testa nelle prime ore della giornata. Spesso scrivo di come ho trascorso la notte e mi chiedo sempre come mi sento. Cerco di essere il più sincera possibile nella risposta. Nessuno è il destinatario di quelle poche righe che sono diventate per me fondamentali. È il momento della giornata in cui mi guardo dentro e stabilisco con il mio animo un filo di connessione.

Questo mio ‘Diario del mattino’, come l’ho intitolato, è stato negli anni per me un grande supporto. Credo di non aver fatto mai tanti progressi nella gestione della mia mente irrequieta come negli ultimi cinque anni. La scrittura quotidiana mi ha permesso di riconoscere percorsi ripetitivi, implementare cambiamenti e trovare dentro di me la forza di continuare a fare bene.

Una cosa di cui scrive Kay Redfield Jamison da molta speranza: uscire da una malattia mentale è possibile ma richiede un duro lavoro personale. Confrontarsi con questo compito è nostra responsabilità.