Because I am a girl

Alle Kinder sollen gesund aufwachsen, sie haben das Recht auf Erziehung ohne Gewalt, auf Bildung und Schutz vor Ausbeutung. Das schreibt die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN) vor. Doch für Mädchen gilt dies oft einfach nicht!

Besonders in Afrika, Asien und Lateinamerika ist die Gleichheit keine Selbstverständlichkeit. Viele Mädchen können dort nicht regelmäßig zur Schule gehen, da sie Aufgaben im Haushalt erledigen, auf ihre Geschwister aufpassen oder ihren Mütter bei der Feldarbeit helfen müssen. Ein Schulabschluss ist die Ausnahme. Im Krankheitsfall erhalten Mädchen oftmals keine Medikamente. Allzu oft werden sie früh verheiratet und gebären viel zu jung ihre Kinder. Im schlimmsten Fall werden Mädchen nicht in ein Geburtsregister eingetragen und können dadurch leicht Opfer von körperlicher und psychischer Gewalt, Ausbeutung oder Menschenhandel werden.

Doch Mädchen könnten die ‘Motoren’ einer Gemeinschaft sein. Werden sie gefördert, verbessert sich langfristig die Wirtschaftskraft ihrer Familien, der Gemeinden – und letztlich ganzer Nationen. Das zeigen die Erfahrungen von Plan sowie Studien von UN und Weltbank.

Jedes zusätzliche Jahr in der weiterführenden Schule erhöht das potentielle Einkommen einer jungen Frau um 15 bis 25 Prozent. Frauen investieren ihre Ersparnisse wieder selbst in die Bildung der eigenen Kinder. Das zahlt sich langfristig aus – durch bessere Jobs für die ganze Familie.

Deswegen fördert die Kampagne ‘Because I am a girl‘ von Plan die Entwicklung der Mädchen und ihre Bildung. Neben einem Schulbesuch geht es darum, dass sie eigenverantwortlich ein selbstbestimmtes Leben führen können. Mädchen unterstützen bedeutet die Armut zu beseitigen!

 

Ernesto Sirolli: shut up and listen!

Ernesto Sirolli: Italiener, 1976 graduierte er in Politikwissenschaft in Rom, 2004 schloss er eine Doktorarbeit an der Murdoch Universität in Perth ab. Er hat in dem Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa, Afrika, Australien, Neuseeland, Kanada, USA und Großbritannien gearbeitet.

1985 hat er insbesondere die ökonomische Entwicklung von Esperance gefördert, eine kleine landwirtschaftliche Gemeinde in West-Australien: er bezog sich hauptsächlich auf die Leidenschaft, die Motivation, die Intelligenz und die Ressourcen der örtlichen Bewohnern.

Die Esperance Experience hat 250 Gemeinden den Anlass gegeben, diese reaktive auf die Menschen basierte Annäherungsweise als Vorbild zu nehmen. Dieses Modell wurde als Enterprise Facilitation bezeichnet und es wurde in dem Buch Ripples from the Zambezi — Passion, Entrepreneurship and the Rebirth of the Local Economy von Sirolli beschrieben.

Sirolli ist sehr bekannt in der Branche der verträglichen wirtschaftlichen Entwicklung geworden und hält Reden bei zahlreichen Konferenzen weltweit. Er ist der Gründer der Sirolli Institute, eine Non-Profit Organization, die bringt den Leadern bei, wie man wirtschaftliche Projekte entwickelt und vorsorgt.