Ohne Make-up

In ihrem neuesten Buch „All the way to the River“ erzählt Elizabeth Gilbert, dass sie seit dem Tod ihrer Lebensgefährtin beschlossen hat, sich nicht mehr zu schminken. Eine bewusste Entscheidung, um sich von der Sklaverei zu befreien, perfekt sein zu müssen – ein Ideal, das die Gesellschaft uns Frauen aufzwingt.

Während meiner Schwangerschaft habe ich viel darüber nachgedacht, welches Frauenbild ich meiner Tochter vorleben möchte. Und ich bin zum gleichen Schluss gekommen. Seit nun fast eineinhalb Jahren trage ich kein Make-up mehr. Das heißt nicht, dass ich mich nicht pflege. Es bedeutet nur, dass ich keine Produkte mehr verwende, die mein Aussehen verändern.

Warum sollte ich mein Bild täuschen, nur um Stereotypen zu entsprechen, die mir die Gesellschaft aufdrängt – und in denen ich mich nicht wiederfinde?

Wenn ich unterwegs bin, sehe ich junge Frauen, die sich in diesem gesellschaftlichen Zwang verlieren, und ich kann es nicht fassen. Make-up soll die kleinen Unvollkommenheiten verdecken, die uns doch erst menschlich machen. Gerade unsere Menschlichkeit ist es aber, die wir am meisten wertschätzen sollten.

Frag dich: Warum schminke ich mich? Und wenn dir die Antwort nicht gefällt, dann denk daran – es ist nie zu spät, seine Gewohnheiten zu ändern.

Ein Selfie von mir kurz bevor ich angefangen habe, diesen Post zu schreiben: Ohne Make-up und ohne Täuschung.

Senza trucco

Nel suo ultimo libro ‚All the way to the river‘, Elizabeth Gilbert racconta che, da quando ha iniziato a prendersi cura di se stessa dopo la morte della sua compagna, ha smesso di truccarsi. Lo ha scelto per liberarsi da quella schiavitù del raggiungere la perfezione che la società cerca di imporre a noi donne.

Durante la mia maternità ho pensato molto all’esempio di donna che desidero essere per mia figlia e sono giunta alla stessa conclusione. Ormai da quasi un anno e mezzo ho smesso di truccarmi, che non vuol dire che non mi prenda cura di me. Significa solamente che non applico prodotti che cambiano il mio aspetto.

Perché nascondersi e cambiare la propria immagine naturale per seguire stereotipi che la società ci impone e in cui io non mi rivedo?

Camminando noto ragazze davvero perse in questa costrizione sociale e non mi capacito. Il trucco cerca di coprire quelle imperfezioni che tanto ci rendono umani. La nostra umanità è invece una delle cose che dovremmo tenerci più strette.

Chiediti perché ti trucchi e se non ti soddisfa la risposta ricorda che sei sempre in tempo per cambiare abitudine.

Un mio selfie poco prima di scrivere questo post, senza trucco ne inganno.

SPRICH DARÜBER MIT JEMANDEM

Ich höre gerade Elizabeth Gilberts neues Buch „All the way to the river“ und bin wirklich gefesselt. Die Geschichte ist herzzerreißend, echt und voller Leben. Die Autorin öffnet sich ihren Leser:innen gegenüber mit Mut und Authentizität. Sie behandelt das Thema Abhängigkeit – sei es in der Liebe oder von Suchtmitteln – direkt und ohne Vorurteile. Noch nie habe ich jemanden so offen darüber sprechen hören.

Ich teile Elizabeth Gilberts Überzeugung: Wenn dich etwas so sehr belastet, dass du deine innere Ruhe verlierst, ist das Beste, was du tun kannst, darüber zu sprechen. Sich mit einem Freund oder einer Freundin zu öffnen, kann dich retten. Deine Gedanken und Sorgen laut auszusprechen und sie mit einer vertrauten Person zu teilen, wird dir helfen, die Last zu erleichtern.

Behalte nicht alles für dich – sonst grübelst du nur. Erzähle von dem, was dich beschäftigt. Vielleicht findest du bei deinem Zuhörer nicht die Lösung, aber bestimmt jemanden, auf den du dich verlassen kannst, um gemeinsam den Weg bis zur nächsten Etappe zu gehen.

Wir sind alle Blumen desselben Gartens.

The force of life

“My thoughts turn to something I read once, something the Zen Buddhists believe. They say that an oak tree is brought into creation by two forces at the same time. Obviously, there is the acorn from which it all begins, the seed which holds all the promise and potential, which grows into a tree. Everybody can see that. But only a few can recognize that there is anther force operating here as well – the future tree itself, which wants so badly to exist that it pulls the acorn into being, drawing the seedling forth with longing out of the void, guiding the evolution from nothingness to maturity. In this respect, say the Zens, it is the oak tree that creates the very acorn from which it was born.”

Elizabeth Gilbert, Eat, Pray, Love: One Woman’s Search for Everything Across Italy, India and Indonesia