Sansibar: Eine Reise durch die Enttäuschung

Als Mädchen hatte ich immer vor, als aller erster Kontinent nach Europa, Afrika zu sehen. Mein Leben führte mich aber zu erst nach Südamerika, um genauer zu sein, nach Kolumbien.

Als Dominik, mein Freund, und ich letztes Jahr eine Reise nach Sansibar und Tansania mit weiteren 3 Freunden planten, war ich sehr begeistert, da ich endlich als zweites Kontinent Afrika sehen durfte. Und das mit Dominik, Katha, Peter und Janina; das war doch  ein tolles Vorhaben

In der 5-er Gruppen trafen wir uns mehrmals und besprachen begeistert die Reise. Danach buchten wir die Flügen und ich kümmerte mich im Team-Work um die Reservierung unserer Übernachtungen. So alles lief nach Plan und endlich kam der Tag des Hinflugs, welcher der 17. Dezember 2017 war.

Unsere Route war die folgende: Zuerst zu viert auf Sansibar (Nungwi und Zanzibar City) und danach ab dem 01.01. auf Safari in Tansania alle fünf durch zwei Naturparks. Danach sah der Plan vor, dass Katha und Janina in Tansania blieben und ich am 04. Januar nach Deutschland mit Peter und Domme zurückflog.

Der erste Eindruck am Flughafen war für mich unbeschreiblich gut. Die erste Bleibe traumhaft, das Meer und das Wasser in Nungwi sind wunderbar. Nur je mehr die Tagen vergingen, desto mehr fühlte ich mich unruhig. Ich dachte, dass Sansibar gar nicht nachhaltig war, dass wir weiße laufende Geldscheine waren und mehr nichts . Niemand war interessiert uns, kennenzulernen aber jeder wollte uns etwas verkaufen. Zudem schien sich niemand um den Müll zu kümmern, vor allem um den Plastikmüll. Tansania und die Safari retteten aber meinen enttäuschten Eindruck von Afrika, also flog ich zurück einer Erfahrung reicher.

Ich war aber immer noch enttäuscht aber warum?

Heute nach 7 Monaten begreife ich den Grund: Sansibar war nicht das Afrika, das ich mich vorgestellt hatte. Ich gehe doch immer zu den Afrika-Festivals in Würzburg und in Stuttgart und da atmet man “eine andere und magische Luft”. Da gibt es sogar T-Shirts mit der Schrift “Zanzibar – Magic Island”. Heute denke ich tatsächlich auch, dass Zansibar magisch ist aber aus einem unkonvenzionellen Grund.

Meiner Meinung nach ist die Einstellung, die in Sansibar zu spüren ist, nur ein Teil der afrikanischen Grundeinstellung. Dieses Gefühl, das ich gespürt habe, ist nichts anderes als eine Enttäuschung: soweit so gut. Heute fühle ich mich aber befreit von dieser Täuschung, weil ich mein Leben dank dieser Reise viel nachhaltiger führe.

Ich spare Wasser während ich dusche, ich versuche nicht alles was mir gefällt zu kaufen und ich schreiebe über meine Eindrücke hier, egal ob mir jemand liest oder nicht. Ich schreibe als allererstes für mich und das ist gut genug, ich denke und spreche in meinem Umfeld und mit meinen Mitmenschen, für die ich mich immer aufrichtig interessiere. Ich stehe hinter meiner kleinen Familie und das für mich und für mein Wohlgefühl. Ich arbeite und engagiere mich in meiner Gemeinde. So machen alle Menschen auf der Welt und so machen es auch die Afrikaner, erst an die eigene Gesundheit denken und dann an die anderen.

Man will als Europäer Afrika helfen, und auf Sansibar macht man das mit Geldscheinen und das dient seinen Zweck: man fühlt sich dabei gut sowohl im Geben als auch im Nehmen.

Ich fühle mich aber wöhler, wenn ich mich austauschen kann und Leute kennenlernen darf. Deswegen bin ich  jetzt “Afrika getauft” aber ich richte meine Reiseziele woanders. Mittel- und Südamerika sind meine Ziele, um dann vielleicht wieder auf Festland in Afrika zu gehen, wo es möglich ist, sich auszutauschen und gegenseitig zu helfen. In der Zwischenzeit spende ich an Hilfsorganisationen wie CBM, die Projekte für die Entwicklung in Afrika in die Wege leiten, da ich schließlich immer so gerne nach Afrika wollte.

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